Ein Haus mit grüner Wiese im Vordergrund. Quelle: Wynand van Poortvliet/Unsplash
Ein Green-Lease-Vertrag soll die Grundlage schaffen, eine Liegenschaft möglichst umweltfreundlich zu nutzen und zu bewirtschaften. Quelle: Wynand van Poortvliet/Unsplash

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13. September 2021 | Teilen auf:

Mit ESG aktiv Verantwortung übernehmen

ESG und verantwortungsbewusstes Anlegen haben nicht erst mit der EU-Taxonomie Einzug in die Immobilienbranche und das Wertesystem ihrer Akteure erhalten. Insbesondere im Bereich Projektentwicklung und Asset Management bieten sich diesbezüglich diverse Ansatzpunkte. Neben sozialen und unternehmerischen Aspekten rückt die ökologische Nachhaltigkeit dabei vermehrt in den Fokus von Entwicklern, Investoren und Mietern. Green Leases und Cradle to Cradle sind zwei Maßnahmen, die integriert in ein konkretes ESG-Konzept dabei helfen könnten, konsistent nachhaltig zu agieren.

Der Green-Lease-Vertrag soll zum einen sensibilisieren, zum anderen auf Mieter- und Vermieterebene die Grundlage schaffen, eine Liegenschaft möglichst nachhaltig und umweltfreundlich zu nutzen sowie zu bewirtschaften. In einem partnerschaftlichen Miteinander werden Optimierungspotenziale identifiziert und gewinnbringend gehoben – schließlich profitieren beide Parteien von Kosteneinsparungen durch einen ressourcenschonenden Umgang.

Beispiel CO2-Emissionen: Hier gilt es, die Emissionen zu minimieren und verursachungsgerecht aufzuteilen, indem die Mieteinheiten z. B. mit Smart-Metering-Systemen ausgestattet werden. Ein weiteres Beispiel liegt im Stromverbrauch. Mieter werden dazu angehalten, diesen möglichst gering zu halten. Seitens des Vermieters soll dazu eine entsprechende Elektrik, beispielsweise Energiesparleuchten, gewählt werden. So kann das Objekt langfristig auf ein höheres Nachhaltigkeitsniveau gebracht werden.

Deutschlandweit bietet Swiss Life Asset Managers neuen oder bestehenden Mietern, bei denen eine Verlängerung der Verträge ansteht, eine marktgerechte Green-Lease-Klausel an. Auf diese Weise kann jeder Einzelne einen Beitrag dazu leisten, Mietobjekte sukzessive nachhaltiger zu machen. Eine proaktive Kommunikation sowie ein regelmäßiger Austausch mit den Mietern ist dabei essenziell und fördert die Transparenz z. B. mit Blick auf den Ressourcenverbrauch. So wird sichergestellt, dass die Immobilien des Fonds nachhaltig und ressourcenschonend genutzt werden, um damit einen Beitrag zum Umweltschutz sowie zu Klimaschutzzielen zu leisten. Von der damit einhergehenden Ausrichtung auf eine langfristige Nutzbarkeit der Immobilien profitieren wiederum auch die Investoren. Ressourcenschonend zu wirtschaften lohnt sich also für alle Stakeholder.

Kreislaufwirtschaft in der Immobilienbranche

Cradle to Cradle (C2C) ist ein Ansatz, der in den 1990er Jahren entwickelt wurde, um Abfall zu vermeiden und eine Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) zu schaffen. Übertragen auf die Immobilienbranche bedeutet das, in einem Wirtschaftssystem mit geschlossenen Kreisläufen zu arbeiten, in dem Rohstoffe, Bauteile und Produkte möglichst wenig an Wert verlieren und erneuerbare Energiequellen genutzt werden.

Wie kann eine solche Kreislaufwirtschaft in der Immobilienbranche aussehen? Wichtig ist, dass das Thema bereits Bestandteil in der Planungsphase ist. Hier wird festgelegt, wie der Energieverbrauch aussieht, welche Energiequellen genutzt werden und – ganz wichtig – welche Baumaterialien zum Einsatz kommen sollen. Die Idee ist, dass ein Gebäude quasi zum Rohstofflager für künftige Bauten wird. Hier kommt der C2C-Ansatz wieder zum Tragen, denn solche Produkte sind bereits bei der Entstehung so konzipiert, dass nicht das Recycling, sondern eine gleichwertige Wiederverwendung gewährleistet wird. Ohne Qualitätsverlust entsteht aus einem Teppich erneut ein Teppich und aus dem Holz eines Hauses wieder ein neues Haus.