Köln - Die Marktdurchdringung bei Mieterstromkonzepten lässt zu wünschen übrig. Selbst in Wohnhäusern, wo entsprechende Lösungen verfügbar sind, wissen die dort wohnenden Mieter oft nichts über diese Möglichkeit...
Köln (energate) - Die Marktdurchdringung bei Mieterstromkonzepten lässt zu wünschen übrig. Selbst in Wohnhäusern, wo entsprechende Lösungen verfügbar sind, wissen die dort wohnenden Mieter oft nichts über diese Möglichkeit. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (Asew) in einer aktuellen Akzeptanzstudie. Mit ihr wollte die Asew herausfinden, warum die Beteiligung an Mieterstromprojekten oft so gering ist und unter welchen Bedingungen höhere Abschlussquoten erzielt werden können. Dabei habe sich gezeigt, dass der Erfolg eines Projekts sehr stark von der persönlichen Ausrichtung der Endkunden abhänge, teilte die Asew mit. Legen diese Wert auf erneuerbare Energien, lokale Erzeugung und einen nachhaltig operierenden Anbieter, können Beteiligungen von bis zu 100 Prozent erzielt werden. Ist dagegen der Preis das ausschlaggebende Argument, fällt die Beteiligung viel geringer aus.
Auffällig war, dass einige der befragten Mieter, die den Preis am wichtigsten fanden, Strom bezogen, der teurer war als der verfügbare Mieterstrom. Auch hier waren die geringen Abschlussquoten damit vor allem auf einen Mangel an Informationen zurückzuführen. Meist trete das Informationsdefizit doppelt auf, so die Asew. Die Mieter wissen zum einen gar nicht, dass sie die Möglichkeit haben, Mieterstrom zu beziehen. Zum anderen haben sie keine Ahnung, was überhaupt unter Mieterstrom zu verstehen ist. "Dieses Informationsdefizit ist nicht nur auf mangelnde Informationskampagnen etwa seitens der etablierten Energieversorger zurückzuführen", sagte Markus Schäfer, der die Akzeptanzstudie im Rahmen seiner durch die Asew unterstützten Masterarbeit durchführte. "Vor allem liegt das im allgemein eher geringen Interesse am Thema Energieversorgung begründet." Für die Akzeptanzstudie wurden sieben Mieterstromprojekte untersucht: Vier davon haben Stadtwerke umgesetzt, zwei wurden von Genossenschaften aufgelegt, eines von einem Wohnungsbauunternehmen. /tc
In Kooperation mit www.energate-immo.de .