Savills und Industrialport veröffentlichen den IWIP-Index 2019.
„Die aktuelle Krise erfordert wie noch nie zuvor den kritischen Blick auf Preisentwicklungen bei Industrieimmobilien”, kommentiert Dr. Oliver Everling, Geschäftsführer der Rating Evidence GmbH, den von dem Wirtschaftsforschungsinstitut IW Köln und dem Beratungsunternehmen Industrialport veröffentlichten Industrieimmobilien-Mietpreis-Index (IWIP-Index). Heftige deflationäre und inflationäre Impulse auf Angebots- wie auch auf Nachfrageseite wechselten sich in rascher Folge ab und setzten Maßstäbe im Rating. „Es ist aktuell davon auszugehen, dass die Nachfrage auf dem Logistikmarkt nach dem starken ersten Quartal 2020 trotz der COVID-19-Pandemie stabil bleiben wird. Allerdings ist die Entwicklung im Detail noch nicht absehbar“, ergänzt Stefan Bendix, Director Industrial Agency bei Savills in Düsseldorf.
Der IWIP-Gesamtindex ist 2019 gegenüber dem Vorjahr nur noch um 3,1 Prozent gestiegen. Einzeln aufgeschlüsselt sind die Subindices für Lager um 2,2, für Logistik um 1,0 und für Produktion um 14,6 Prozent höher als 2018. Regional und gebäudeausstattungsbedingt lassen sich große Unterschiede feststellen. „Vor allem für Kleinflächen bis etwa 1.000 Quadratmetern in den urbanen Zentren sowie bei der Last-Mile-Logistik, die als letztes Glied in der Zustellkette zum Endkunden dienen, haben wir für 2019 und bis ins erste Quartal 2020 kräftig steigende Mieten beobachten können“, erläutert Jan Stemshorn, Director und Teamleader Industrial Agency des unterstützenden Immobilienberaters Savills aus Köln. In die Betrachtung flossen mehr als 20.000 Gebäude ein – davon allein 4.500 im Betrachtungszeitraum 2019. Insgesamt elf Firmen stellen hierfür Stand heute ihre Daten zur Verfügung