Mikro-Apartment
Das Mikroapartment-Segment boomt — in unserem Beitrag kommen Experten von Patrizia Asset Management, 777 Capital Advisors, Commerz Real, CBRE und Numa zu Wort. (Quelle: Mercurius Real Estate AG)

2023-12-08T13:35:45.521Z Micro-Living auf dem Prüfstand

Micro-Living ist ein beliebtes Segment bei Wohnimmobilien geworden. Doch wie gestalten Marktteilnehmer bevorzugt den Betrieb: lieber mit einem Betreiber als Pächter oder in Eigenverwaltung? Dazu gibt es unterschiedliche Stimmen.

Die Wohnimmobilienbranche hat sich in den vergangenen Jahren stark ausdifferenziert. Es entstehen spezialisierte Nutzungsformen, sodass zum Teil sogar die Grenzen zu gewerblichen Nutzungsarten (v.a. Hospitality) verschwimmen. Besonders Mikroapartments haben sich zuletzt zum Investor’s Darling etabliert. Die Mischform aus klassischem Wohnen, aber mit kürzeren Belegungszeiten, mit Service-Angeboten, wie man sie eher aus einem Hotel kennt, kommt besonders bei jungen und urban orientierten Beschäftigten gut an, die eine Unterkunft für mittelfristige Aufenthalte suchen. Die vollmöblierten Apartments sparen mühsame Suche, Umzug und Einrichtung und ermöglichen anders als herkömmliche Mietwohnungen höchste Flexibilität für diese Mietergruppe. Investoren wiederum freuen sich über deutlich höhere Quadratmetermieten, als sie mit herkömmlichen Wohnkonzepten in der Regel zu erzielen sind, sowie über die größere Flexibilität und Granularität der Mieterschaft, was freilich auch mit Risiken einhergehen kann.

Doch in der Umsetzung scheiden sich die Geister: Setzt man auf ein Betreibermodell und schafft sich ein Klumpenrisiko? Oder vermietet man selbst – um den Preis eines deutlich größeren Vermarktungs- und Verwaltungsaufwands? Derzeit scheint das Pendel eher weg von Betreibermodellen hin zur Selbstbewirtschaftung auszuschlagen – selbst bei einer größeren Zahl an Wohneinheiten. Als handle es sich um ein gewöhnliches Mehrfamilienhaus. Findet hier ein großflächiges Umdenken in der Branche statt oder handelt es sich nur um vereinzelte Akteure am Markt, die mit neuen Konzepten experimentieren? Wo sind die Vor- und Nachteile? Wir haben Branchenvertreter dazu befragt.

„Das Konzept hängt auch von der Liegenschaft ab“

„Auch im aktuellen Marktumfeld bleibt die Nachfrage nach Mikroapartments voraussichtlich stabil oder steigt in bestimmten Städten und Lagen sogar, vor allem bei Pendlern“, erläutert Torsten Bergner von Patrizia Asset-Management. „Wenn Wohn- und Arbeitsort getrennt sind, ist es oft sinnvoller...

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zuletzt editiert am 08. Dezember 2023