Vertrauensbeweis und Kurspflege: Chefs von Aktiengesellschaften wie Publity oder Deutsche Konsum REIT investieren Millionensummen in eigene Wertpapiere.
Der Vorstandsvorsitzende der Publity AG, Thomas Olek, hat im Börsencrash der vergangenen Wochen massiv Aktien seines Unternehmens gekauft. Dadurch untermauere er „sein Vertrauen in die weiteren Unternehmensperspektiven", heißt es in einer Mitteilung. Seit dem 19. Februar 2020, als der Deutsche Aktienindex ein Allzeithoch erreichte und danach in Rekordgeschwindigkeit fast 40 Prozent an Wert verlor, hat Olek über seine private Beteiligungsgesellschaft TO Holding GmbH in zahlreichen Einzeltransaktionen mehr als 120.000 Publity-Aktien über die Börse erworben. Der Wert seiner Aktienkäufe allein im aktuellen Börsencrash summiert sich somit auf rund 4,0 Millionen Euro.
Thomas Olek erläutert: „Ich halte nichts von Directors Dealings in homöopathischen Dosen. Mit meinen jüngsten Aktienkäufen in turbulenten Börsenzeiten möchte ich nicht nur ein attraktives Investment tätigen, sondern meinen Mitaktionärinnen und Mitaktionären auch zeigen, dass wir in einem Boot sitzen und ich mehr denn je von Publity überzeugt bin. Erfreulicherweise ist der Aktienkurs von Publity in den vergangenen Wochen vergleichsweise stabil geblieben und hat sich deutlich besser als der Gesamtmarkt oder die Immobilienaktien insgesamt entwickelt.“
Olek hat seit Mitte 2018 in unterschiedlichsten Börsenphasen insgesamt rund 130 Millionen Euro in Publity investiert und hält aktuell rund 87 Prozent aller Aktien.
Elgeti kauft bei Deutscher Industrie REI T und Deutscher Konsum REIT
Bei der Deutschen Industrie REIT AG hält Vorstandsvorsitzender Rolf Elgeti längst keinen so hohen Anteil, doch auch er hat sich seit dem 17. März kontinuierlich mit Aktien seines Unternehmens eingedeckt. Über seine Beteiligungsgesellschaft Obotritia Capital erwarb er seither über die Börse Papiere im Wert von mehr als 900.000 Euro.
Bei der Deutschen Konsum REIT, deren CEO Elgeti ebenfalls ist, lag die Kaufsumme noch höher. Seit dem 13. März erwarb er über die EFa Vermögensverwaltung und die Babelsberger Beteiligungsgesellschaft Aktien in Höhe von 1,67 Millionen Euro.
