Über die KPW Immobilien GmbH aus Ratingen wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Zwei der drei Standorte arbeiten aber weiter.
Das Insolvenzverfahren betrifft ausschließlich das Maklergeschäft der KPW Immobiliengruppe. Die Bereiche Hausverwaltung, Immobiliendienstleistungen und auch der eigene Immobilienbestand sind von der Insolvenz nicht betroffen.
Die Unternehmensgruppe wird durch den bisherigen Geschäftsführer an den Standorten Mönchengladbach und Heiligenhaus fortgeführt. Der Standort Ratingen wird geschlossen. Zukünftig wird die KPW sich im Schwerpunkt mit der Bewirtschaftung und Entwicklung (unter Einhaltung der ESG-Kriterien) des eigenen Portfolios befassen. Ebenfalls sind weitere Immobilienankäufe geplant. Makleraufträge werden künftig an externe Maklerunternehmen vergeben.
Zu den Gründen für die Insolvenz schrieb das Unternehmen, dass fortgeschrittene Immobilientransaktionen im mittleren zweistelligen Millionenbereich nicht mehr realisiert werden konnten. Insbesondere hätten sich die institutionellen Investoren und Big Player der Immobilienbranche aufgrund der geopolitischen Lage gegen die geplanten Zukäufe entschieden. Ebenfalls zurückhaltend zeigten sich bereits seit Beginn der Energiekrise die Privatinvestoren, bei denen zum einen die Renditeerwartungen aufgrund der Zinswende nicht mehr gehalten werden konnten, zum anderen aber auch die Spekulation auf noch stärker sinkende Immobilienpreise bei der bisher als krisensicher geltenden Assetklasse "Wohnen" nicht mehr aufging.
KPW wird von Diligens Di Stefano Linsenbarth Reichelt Partnerschaftsgesellschaft mbB aus Erfurt rechtlich begleitet. Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Frank Kischko aus Düsseldorf.
