
2026-01-28T10:37:20.316Z Logistikstandorte scheitern oft an der Infrastruktur
Fläche, Energie, Verkehr und Personal: Warum ganzheitlich geplante Infrastruktur über die Zukunft von Logistikimmobilien entscheidet. Von Martin Pollpeter
Viele Entwicklungen starten mit der Halle. Quadratmeter, Höhen, Stützenraster, Andienung – all das wird früh festgelegt, während andere Faktoren nur am Rand betrachtet werden. Doch je dynamischer der Markt wird, desto deutlicher zeigt sich, dass gerade diese Rahmenbedingungen über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Gebäude lassen sich anpassen. Standortbedingungen nicht. Sobald Infrastruktur, Energie oder Personalthemen falsch eingeschätzt werden, entsteht ein Dominoeffekt, der kaum noch aufzuhalten ist. Die klassische Reihenfolge der Planung führt heute zu Ergebnissen, die nur auf dem Papier überzeugend wirken. Im Betrieb zeigt sich dann, dass wichtige Stellschrauben fehlen oder teuer nachgerüstet werden müssen.
Infrastruktur als unterschätzter Engpass
Dass Zufahrten, Wendeflächen oder Ampelschaltungen ein Projekt entscheidend beeinflussen, wirkt banal. In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Selbst moderne Verkehrsberechnungen bilden reale Situationen oft nur teilweise ab. Baustellen, Nachverdichtung, neue Wohngebiete oder kommunale Lärmschutzauflagen verändern Verkehrsströme kurzfristig.
Viele Projekte müssen deshalb im laufenden Verfahren nachjustiert werden. Verbreiterte Straßen, neue Linksabbieger oder geänderte Schichtmodelle sind keine Seltenheit. Diese Maßnahmen kosten Zeit und verschieben die gesamte Logik eines Standorts. Eine integrale Entwicklung beginnt daher mit einer Infrastrukturdiagnose, die nicht nur...
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