Logistikimmobilie-Deutschland-Investment
Moderne Logistikimmobilien in Deutschland sind bei Investoren aktuell äußerst gefragt (Foto: Goodman Germany)

Investment 2016-07-12T00:00:00Z Logistikimmobilien: 2016 auf Rekordkurs

Investoren haben im ersten Halbjahr nochmals mehr Logistikimmobilien gekauft. Weil weitere große Deals vor dem Abschluss stehen, rechnen JLL und CBRE damit, dass 2016 die Vier-Milliarden-Euro-Schwelle beim Investmentumsatz fällt.

Zum dritten Mal in Folge haben Investoren in einem Halbjahr mehr als 1,6 Milliarden Euro in deutsche Logistikimmobilien investiert. Laut Jones Lang LaSalle (JLL) lag das Gesamtvolumen Ende Juni bei 1,85 Milliarden Euro. Das sind zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr und sogar 56 Prozent über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt (Zehn-Jahres-Durchschnitt: plus 80 Prozent).

CB Richard Ellis (CBRE) erfasste ein vergleichbares Volumen und sieht für das Wachstum des deutschen Logistikinvestmentmarktes vor allen Dingen einen Grund: die um zwei Drittel gestiegene Anzahl der Transaktionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf nunmehr über 160 Transaktionen.

Vor allen Dingen in Hamburg und München waren die Investoren auf Beutezug in der Assetklasse Logistik. Insgesamt entfiel rund 37 Prozent des Transaktionsvolumens (rund 690 Millionen Euro) auf die sieben Immobilienhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.

Logistikinvestmentmarkt Deutschland 2016

Interessant ist auch der Vergleich des Logistikinvestmentmarktes mit dem übrigen gewerblichen Immobilienmarkt: Während dort ein Minus von 25 Prozent für die ersten sechs Monate zu Buche schlägt, zeigt sich die Assetklasse Logistik- und Industrieimmobilie mit dem erwähntel Plus von zwölf Prozent weiter äußerst gefragt. Laut JLL war zudem immerhin zweimal in den ersten sechs Monaten Logistik unter den zehn größten Transaktionen über alle Assetklassen hinweg vertreten.

Weiter viele Paket-Verkäufe
Die fünf größten Transaktionen summieren sich auf 687 Millionen Euro, darunter vier Portfolios. Drei davon lagen über der 100 Millionen Euro Marke, angeführt von  dem acht Immobilien umfassenden Deutschlandteil eines europäischen Portfolios, das Gramercy Europe von Goodman erworben hat. Das Verhältnis von Einzel-und Portfoliotransaktionen ist mit einem Anteil von 57 Prozent zu 43 Prozent nahezu konstant .

Profitiert von der Kauflust der Anleger haben laut JLL bereits die Entwickler. Sie waren nach den Asset/ Fondsmanager die engagiertesten Verkäufer. Käuferseitig bleiben Asset/Fondsmanager mit einem Anteil von 29 Prozent anlagestärkste Gruppe, gefolgt von Immobilien AGs/Reits mit 18 Prozent.

Für das Gesamtjahr halten sowohl JLL als auch CBRE die Vier-Milliarden-Euro-Grenze für erreichbar. Denn laut CBRE befinden sich mehrere Einzelobjekte sowie Portfolios im dreistelligen Millionenbereich vor dem Verkauf.

Autor: Markus Gerharz

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
Newsletter