
2026-02-25T09:34:19.815Z LKW-Stellplätze: Engpass auf Transitachsen
Eine IREBS-Studie zeigt flächendeckenden Mangel an LKW-Stellplätzen. Ursachen und Lösungsansätze im Interview mit Julius Range und Dr. Albert Grafe.
„Living on the Highway?“ lautet der Titel einer wissenschaftlichen Arbeit zu LKW-Stellplätzen, die an der IREBS entstanden ist und einen Preis beim GIF-Researchtag erhalten hat. Autoren sind Dr. Benedikt Gloria, Dr. Albert Erasmus Grafe und Julius Range. Mit zweien von ihnen hat immobilienmanager gesprochen.
Sie haben das Angebot an LKW-Stellplätzen in Deutschland erfasst und mit Verkehrsdaten verknüpft. Was sind Ihre Ergebnisse? Wo ist die Unterversorgung besonders ausgeprägt?
Julius Range: Grundsätzlich lässt sich sagen, dass fast alle Regionen in Deutschland eine Unterversorgung mit LKW-Stellplätzen aufweisen. Besonders betroffen sind die Transitachsen, also Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen, da Deutschland ein Transitland ist. Insbesondere Niederbayern, Nordrhein-Westfalen sowie urbane Gebiete wie Bremen, Bremerhaven, Berlin und Frankfurt zeigen einen deutlichen Mangel an Stellplätzen.
Woran liegt es, dass es so wenige Stellplätze gibt?
Julius Range: Der Güterverkehr auf der Straße hat in den letzten zehn Jahren erheblich zugenommen. Gründe dafür sind unter anderem die Globalisierung und der boomende Onlinehandel. Während viele Logistikimmobilien an Autobahnen entwickelt wurden, hält der Ausbau der Infrastruktur nicht Schritt. Genehmigungen von Stellplätzen...
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