Weichenviertel in Hannover
Das Weichenviertel entsteht entlang der Fuhsestraße in Hannover Herrenhausen-Stöcken. (Quelle: SKAI, Busch & Takasaki, gruppeomp, Renner Hainke Wirth Zirn)

Projekte

23. June 2022 | Teilen auf:

Lindhorst stellt Pläne für "Weichenviertel" in Hannover vor

Die Lindhorst Gruppe hat die Planungen für ein neues, innerstädtisches Quartier in Hannover Herrenhausen-Stöcken vorgestellt. Mit dem "Weichenviertel" ist auf einem ehemaligen Bahnbetriebsgelände ein Stadtquartier mit rund 700 Wohneinheiten vorgesehen.

Für die Entwicklung des rund 73.000 Quadratmeter großen, ehemaligen Industrieareals hin zu einem modernen Wohngebiet wird derzeit der Bebauungsplan aufgestellt. Mit dem Baustart wird aktuell im Sommer 2023 gerechnet, die ersten Wohnungen könnten bereits nach zwei Jahren Bauzeit bezugsfertig werden. Die Lindhorst Gruppe plant für das Projekt eine Investition von rund 250 Millionen Euro.

„Mit dem Weichenviertel wollen wir ein von Nachhaltigkeit und Innovation geprägtes Stadtquartier für generationenübergreifendes Wohnen und Leben in Hannover und damit einen Mehrwert für die Stadt und ihre Bürger:innen schaffen“, sagt Alexander Lindhorst, Geschäftsführender Gesellschafter der Lindhorst Gruppe. „Das Weichenviertel soll in seiner ganzheitlichen Konzeption mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität für seine über 1.000 Bewohner:innen, aber auch für Nachbar:innen und Gäste überzeugen und ein attraktiver und fester Bestandteil für das Leben in Hannover werden. Unser Motto dabei lautet ‚Wir machen’s möglich.‘.“

Die Planung des Weichenviertels erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Architekturbüro SKAI Siemer Kramer Architekten Ingenieure unter der Leitung von Jan Siemer. Die Gebäude sollen sich durch eine klare Form- und Farbgebung sowie ihre nutzerfreundliche Konzeption auszeichnen. Für die Gestaltung wurde ein Fassadenwettbewerb durchgeführt, an dem sich vier Architekturbüros beteiligten, deren Entwürfe auch Berücksichtigung fanden und die dem Weichenviertel sein künftiges Gesicht verleihen sollen.

Senioren- und Studentenwohnen eingeplant

Visualisierung der Quartiersmitte (Quelle: SKAI, gruppeomp, Renner Hainke Wirth Zirn)

Das Weichenviertel wird aus mehreren vier- und fünfgeschossigen Wohngebäuden bestehen. Geplant sind Wohnungsgrößen zwischen einem und vier Zimmern. Herzstück des Projekts wird der sogenannte Lokschuppen, ein in seiner Architektur entsprechend gestaltetes Gebäude mit sechs Geschossen auf dem zentralen, verkehrsberuhigten Quartiersplatz. Hierin sind neben Wohnungen auch Arzt- und Therapiepraxen, Büros mit Co-Working-Möglichkeiten, eine Kita sowie ein vielfältiges gastronomisches Angebot inklusive einer Rooftop-Bar geplant.

Direkt angrenzend an den Quartiersplatz ist eine Seniorenresidenz mit rund 140 Pflegeplätzen, eine Tagespflege und ein Angebot von rund 100 Service-Wohneinheiten für Seniorinnen und Senioren geplant. Im östlichen Teil des Weichenviertels sollen darüber hinaus rund 330 Plätze für Studierende mit entsprechender Ausstattung für studentisches Leben in weiteren Gebäudekomplexen entstehen.

Nachhaltige und serviceorientierte Quartiersausrichtung

Alle Gebäude im Weichenviertel sollen nach dem Effizienzhaus-40-Standard der KfW entstehen. Photovoltaikanlagen auf den begrünten Flachdächern und E-Bike-, E-Lastenräder- sowie Car-Sharing-Angebote, Urban-Gardening-Zonen und eine Vielzahl an Ladestationen für Elektroautos sollen den umweltgerechten Anspruch des Quartiers unterstreichen. Der Verkehr im Weichenviertel soll auf ein Minimum reduziert und nutzerfreundlich gelenkt werden, über 330 Parkplätze finden in Tiefgaragen Raum, weitere Stellplätze sind oberirdisch.

Das aktive und digital gestützte Quartiersmanagement ist Teil der Philosophie des Weichenviertels: Feste Ansprechpartner vor Ort sollen das bunte Leben im Quartier ganzjährig organisieren und unterstützen die Bewohner durch ergänzende Services rund um das Wohnen und Leben im Weichenviertel. Eine eigene Quartiersapp soll den digitalen Zugang zu allen Dienstleistungen im Weichenviertel und die Kommunikation und Vernetzung der Bewohner untereinander ermöglichen.

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zuletzt editiert am 23.06.2022