News 2018-08-21T00:00:00Z "Leichtes Sommerbeben" beim Deutsche-Hypo-Index

Die Immobilienbranche zeigt sich aktuell eher skeptisch. Das Deutsche Hypo Immobilienklima fällt im August um satte 4,4 Prozent. Es ist der vierte Rückgang in Folge.

Das Ergebnis der 128. Monatsbefragung des Deutsche Hypo Immobilienklimas setzt den negativen Trend der letzten Monate fort: So fiel das Immobilienklima im Vergleich zum Vormonat auf 120,2 Punkte und ging damit um rund 4,4 Prozent zurück. Ein vergleichbar niedriger Wert war zuletzt im November 2014 zu verzeichnen. Den wesentlichen Beitrag zu diesem Rückgang leistet das Investmentklima, das im Vergleich zum Vormonat um rund 5,9 Prozent auf nun 120 Punkte zurückging, der niedrigste Wert seit Dezember 2012. Der Rückgang des Ertragsklimas um rund 2,8 Prozent auf 120,4 Punkte fiel dagegen vergleichsweise moderat aus. Nachdem bereits das letzte Halbjahr von negativen Tendenzen geprägt war, stellt das aktuelle Ergebnis eine Verschärfung dieser Dynamik dar.

Talfahrt in allen Assetklassen
Der allgemein negative Trend des Immobilienklimas ist im Kontext der fünf betrachteten Assetklassen unterschiedlich stark ausgeprägt und zu bewerten. Während in den Segmenten Büro-, Wohn- und Logistikimmobilien zwar rückläufige, jedoch gute Stimmungswerte jenseits von 130 Punkten vorherrschen, hat sich das Hotelklima seit Anfang des Jahres aus diesem Kreis verabschiedet und liegt nun bei 115 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang um rund 11,1 Prozent. Noch intensiver fiel diese Entwicklung mit einem Rückgang um 24,4 Prozent nur beim Handelklima aus, das mit 74 Punkten weiterhin das Schlusslicht markiert. Ein vergleichbar niedriges Niveau gab es zuletzt im September 2009. Nachdem sich die Stimmung der befragten Immobilienexperten über das Jahr 2017 indifferent um 100 Punkte bewegt hat, scheint sich diese seit Jahresanfang in einer zunehmend dynamischen Abwärtsspirale zu befinden.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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