Mit Abschluss der nächsten Hauptversammlung scheidet Thomas Hegel als CEO aus. Seine Nachfolge übernimmt ab 1. Juni 2019 Lars von Lackum.
Der Aufsichtsrat der LEG Immobilien AG hat in seiner heutigen Sitzung Lars von Lackum (43) zum Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung ab 1. Juni 2019 bestellt. Gleichzeitig haben sich der Aufsichtsrat und Thomas Hegel (62), Vorstandsvorsitzender der LEG Immobilien AG, darauf verständigt, dass Thomas Hegel mit Abschluss der nächsten Hauptversammlung am 29. Mai 2019 aus dem Vorstand ausscheiden wird. Nach 13 Jahren an der Spitze des Unternehmens hat sich Thomas Hegel in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat auf diese frühzeitige interne Nachfolgelösung verständigt. Thomas Hegel wird dem Unternehmen auch künftig weiterhin als Berater für wichtige Aufgabengebiete zur Verfügung stehen und die Nachfolgeregelung aktiv begleiten.
Darüber hinaus wurde das Ressort mit Verantwortung für das operative Geschäft neu besetzt. Der Aufsichtsrat hat Dr. Volker Wiegel (42) mit Wirkung ab 1. Juni 2019 mit einer Amtszeit von drei Jahren zum neuen Mitglied des Vorstands bestellt. Seit 2013 war Dr. Volker Wiegel, Jurist und Diplom Volkswirt, bei der LEG Immobilien AG als General Counsel tätig und hat den Bereich Recht, Struktur und Organisation aufgebaut, der maßgeblich für die Weiterentwicklung der operativen Prozesse verantwortlich ist. Vor seinem Einstieg bei der LEG war Dr. Volker Wiegel bei der internationalen Anwaltskanzlei Sullivan & Cromwell LLP tätig.
Die Verantwortlichkeiten von Eckhard Schultz (54) als Chief Financial Officer und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bleiben unverändert.
Die LEG Immobilien AG kann das Geschäftsjahr 2018 mit einer positiven Gewinn- und Wertentwicklung abschließen. Wesentliche Treiber für die positive Ergebnisentwicklung bleiben das strukturelle organische Mietwachstum, Effekte aus Akquisitionen in Kernmärkten sowie weiter rückläufige Zinsaufwendungen. Die positive fundamentale Entwicklung und die große Nachfrage nach Wohnimmobilien haben zudem auch zu einem deutlichen Wertzuwachs des Portfolios beigetragen.
FFO I legt deutlich zu
Die Funds from Operations (FFO I) als wesentliche finanzielle Kennzahl des Unternehmens stiegen 2018 auf 318,6 Millionen Euro und legten damit planmäßig deutlich um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu (2017: 295,3 Millionen Euro). Diese Entwicklung gilt analog für den FFO I pro Aktie, der (unbereinigt) mit 5,04 Euro ebenfalls um 7,9 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert (4,67 Euro) liegt.
Negative Effekte aus Kostensteigerungen für Handwerksleistungen konnten dabei durch Effizienzsteigerungsmaßnahmen kompensiert werden. Entsprechend hat sich die operative EBITDA-Marge auf 72,3 Prozent (Vorjahr 72,1 Prozent) weiter leicht ausgeweitet. Auch für die kommenden Jahre gehen wir von einer Steigerung der operativen Marge aus.
Die Ist-Miete auf vergleichbarer Fläche legte im Berichtszeitraum um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf durchschnittlich 5,67 Euro pro Quadratmeter zu. Dabei stieg die Miete im frei finanzierten Bestand sogar um 3,9 Prozent auf vergleichbarer Fläche. Der Leerstand auf vergleichbarer Fläche blieb im Jahresvergleich bei 3,3 Prozent trotz einer modernisierungsbedingt leicht höheren Fluktuation stabil.
Deutlicher Wertzuwachs des Immobilienportfolios
Der EPRA-Net Asset Value (ohne Goodwill) zum 31. Dezember 2018 liegt bei 96,10 Euro pro Aktie (31. Dezember 2017: 83,81 Euro pro Aktie), was einem Zuwachs von 15,0 Prozent entspricht. Um höchstmögliche Transparenz im Zusammenhang mit der Wandelanleihe 2014/2021 herzustellen, wurde die Ausweismethodik an dieser Stelle erstmalig erweitert: Hintergrund ist, dass ab 2019 von einer steigenden Wahrscheinlichkeit der vorzeitigen Wandlung auszugehen ist und wir die damit verbundenen wirtschaftlichen Effekte noch deutlicher kenntlich machen wollen. Bei unterstellter Wandlung zum jeweiligen Bilanzstichtag ergibt sich ein adjustierter pro-forma NAV pro Aktie. Dieser stieg gegenüber dem Vorjahr um 15,4 Prozent auf 93,40 Euro.
Der wesentliche Treiber für den NAV-Anstieg war der positive Wertzuwachs des Immobilien-portfolios mit einer Aufwertung von 8,2 Prozent in 2018. Diese wird von der positiven operativen Entwicklung sowie der hohen Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien getragen. Der Wert des Immobilienbestands entspricht einer attraktiven Brutto-Mietrendite des Portfolios von 5,5 Prozent und einem Wert pro qm von 1.198 Euro.
Bestätigung Gewinnprognose für 2019 und 2020
Vor dem Hintergrund der insgesamt weiterhin guten fundamentalen Rahmenbedingungen bestätigt die LEG die Prognose für den FFO I 2019 von 338 bis 344 Millionen Euro und für 2020 von 356 bis 364 Millionen Euro. Diese Prognose berücksichtigt keine Effekte aus möglichen Akquisitionen und Verkäufen.