Der FFO I legte im Vergleich zum 1. Quartal 2018 um 14,4 Prozent auf 84,9 Millionen Euro zu.
Die LEG Immobilien AG ist gut in das Geschäftsjahr 2019 gestartet. Wesentliche Treiber für die positive Ergebnisentwicklung bleiben das strukturelle organische Mietwachstum, Effekte aus Akquisitionen in Kernmärkten, eine weitere Steigerung der operativen Effizienz sowie weiter rückläufige laufende Zinsaufwendungen. Das Portfolio der LEG ist dabei im aktuellen Immobilienzyklus sehr gut positioniert, so dass bei der nächsten anstehenden Bewertung im zweiten Quartal 2019 mit weiteren Aufwertungen in der Größenordnung von rund fünf Prozent beziehungsweise 520 bis 550 Millionen Euro zu rechnen ist. Auch für das Gesamtjahr bleibt hier die weitere Perspektive positiv.
FFO I legt weiter deutlich zu
Die Funds from Operations (FFO I) als wesentliche finanzielle Kennzahl des Unternehmens stiegen im ersten Quartal 2019 auf 84,9 Millionen Euro und legten damit deutlich um 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu (Q1-2018: 74,2 Millionen Euro). Diese Entwicklung gilt analog für den FFO I pro Aktie, der (unbereinigt) mit 1,34 Euro ebenfalls um 14,4 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert (1,17 Euro) liegt.
Die operative EBITDA-Marge konnte auf 73,0 Prozent (Vorjahr 68,4 Prozent) deutlich ausgeweitet werden. Dieses Verhältnis von Nettokaltmiete zu EBITDA ist ein starker Indikator für die operative Effizienz eines Unternehmens. Dabei sind beim Vorjahreswert vergleichsweise hohe Instandhaltungsaufwendungen zu berücksichtigen. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse des ersten Quartals den positiven Trend der Entwicklung der operativen Effizienz. Die Ziele für eine Ausweitung der EBITDA-Marge in 2019 (rund 73,0 Prozent) und 2020 (rund 74,0 Prozent) können trotz Kosteninflation bestätigt werden.
Die Ist-Miete auf vergleichbarer Fläche legte im Berichtszeitraum um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf durchschnittlich 5,71 Euro pro Quadratmeter zu. Dabei stieg die Miete im frei finanzierten Bestand um 3,9 Prozent auf vergleichbarer Fläche. Der Leerstand auf vergleichbarer Fläche blieb im Jahresvergleich bei 3,8 Prozent trotz einer modernisierungsbedingt leicht höheren Fluktuation weitgehend stabil.
Weiteres deutliches NAV-Wachstum zu erwarten
Der Pro-forma NAV (ohne Goodwill) zum 31. März 2019 liegt bei 94,37 Euro pro Aktie. Der Wert des Immobilienbestands entspricht einer Brutto-Mietrendite des Portfolios von 5,5 Prozent und einem Wert von 1.206 Euro pro Quadratmeter.
Auf Basis der hohen Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien und der positiven operativen Performance ist bei der nächsten anstehenden Neubewertung des Portfolios in Q2 2019 von einer Aufwertung von rund 5,0 Prozent (520 bis 550 Millionen Euro) auszugehen. Das LEG-Portfolio profitiert dabei besonders von den positiven Aufholeffekten, die in vielen B-Städten zu beobachten sind.
Strategieausblick: Ausweitung Neubauaktivitäten und Wachstum außerhalb von NRW werden geprüft
Im Rahmen einer aktuellen Überprüfung der Unternehmensstrategie wird eine Ausweitung der Neubauaktivitäten geprüft. Die LEG möchte mit Neubauaktivitäten einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag dazu leisten, den Bedarf von günstigem Wohnraum in Metropolregionen zu decken. Neben der Nutzung eigener Flächen kann dazu ggf. auch der Erwerb von Grundstücken gehören. Die LEG ist dabei jedoch, wie die Branche insgesamt, auf die Verfügbarkeit von preisgünstigen Grundstücken und die Schaffung von verbesserten Rahmenbedingungen sowie zügigeren Genehmigungsverfahren angewiesen.
Die LEG geht von einer fortgesetzt besonders positiven Entwicklung an guten Mikrostandorten in den B- und C-Städten in den Pendlerregionen aus. Eine stärkere Ausrichtung auf diese Standorte auch außerhalb von NRW stellt ein weiteres wichtiges Element der aktuellen Strategieüberlegungen dar.
Bestätigung Gewinnprognose für 2019 und 2020
Vor dem Hintergrund der insgesamt weiterhin guten fundamentalen Rahmenbedingungen bestätigt die LEG die Prognose für den FFO I 2019 von 338 bis 344 Millionen Euro und für 2020 von 356 bis 364 Millionen Euro. Diese Prognose berücksichtigt keine Effekte aus möglichen Akquisitionen und Verkäufen.