
2024-10-16T07:25:36.313Z Von der Verkehrswende profitieren
E-Ladesäulen sind sinnvolle Investments. Diese Meinung vertritt Thomas Böcher, Geschäftsführer von Paribus, in seinem Kommentar.
Politische Vorgaben sind mitunter mit Vorsicht zu genießen. Das gilt zum einen für die Einhaltung von Kosten öffentlicher Bauten. Zum anderen gilt das auch für das Erreichen von Zielen bei der Verkehrswende – weg vom Verbrennungsmotor, hin zur Elektromobilität. So gab ein früherer Bundesumweltminister 2010 das Ziel aus, dass 2020 erstmals eine Million Elektro-Autos auf deutschen Straßen unterwegs sein sollten. Erreicht wurde dies erst 2023.
Inzwischen hat die Verkehrswende an Fahrt aufgenommen. Und schon gibt es eine nächste, ambitionierte Vorgabe: Bis 2030 sollen in Deutschland rund eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte geschaffen werden. Das ist offizielles Ziel der Bundesregierung. Nur so kann die Versorgung der dann erwarteten Flotte von Elektrofahrzeugen sichergestellt werden.
Professor Günther Schuh von der RWTH Aachen äußerte gegenüber dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Zweifel an diesen Vorgaben und Erwartungen: „Die Zielgröße von einer Million öffentlicher Ladepunkte wird sich nur als ausreichend erweisen, wenn das Ziel von 15 Millionen rein batteriebetriebener Fahrzeuge verfehlt wird. Sollte dieses Ziel bis 2030 erreicht werden, wären eine Million öffentliche Ladepunkte zu wenig.“
Lücke von 900.000 Ladepunkten
Beide Einschätzungen dürften die Regierung nicht gerade erfreuen. Und Grund zur Freude hat sie momentan ohnehin nicht. Denn angesichts der aktuellen Lage sind selbst Zweifel an der Erreichbarkeit von einer Million Ladepunkte binnen der kommenden sechs Jahre erlaubt. Denn bislang wurden insgesamt weniger als...
Weiterlesen mit einem immobilienmanager Magazin Abo.
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen
Sie haben Ihre Zugangsdaten vergessen? Hier Zugangsdaten anfordern.