Die Investment-Renditen sinken. Die Bestandsmieten springen nach oben: im Vergleich zu 2017 im Durchschnitt um rund 15 Prozent.
Falls noch jemand Zweifel gehabt haben sollte, ob der Kölner Büromarkt wirklich zu den „Big 7“ in Deutschland zählt, so haben die Zahlen des Jahres 2018 diese Frage nun definitiv beantwortet: Ja. Als deutlichsten Indikator hob Daniele Provenzano, Team Leader Office Investment JLL Köln, die Renditen für Büroinvestments heraus: Die Spitzenrendite sank auf 3,20 Prozent: „Das heißt, Käufer sind auch in Köln mittlerweile bereit, Kauffaktoren für Spitzenprodukte zu bezahlen, die man bislang nur aus Metropolen wie zum Beispiel München, Berlin und Frankfurt kannte“. 2,2 Milliarden Euro wurden umgesetzt. Das lag zwar unter dem 2017er-Ergebnis von 2,3 Milliarden, aber um 72 Prozent über dem Zehn-Jahres-Schnitt.
Interessant ist auch der Anstieg der Büromieten. Der Durchschnittspreis lag 2018 bei bisher noch nie erreichten 15,37 Euro, was rund 15 Prozent mehr sind als der Wert des Jahres 2017. Als Grund nannte JLL-Niederlassungsleiter Knut Kirchhoff den Mietanstieg in der Breite und den niedrigen Leerstand. Sondereffekte seien jedenfalls nicht dafür verantwortlich. Auch die Spitzenmiete ging nach oben und erreichte 23,50 Euro.
Auch andere Maklerhäuser bestätigen diese Tendenzen. In einem Ausblick auf 2019 meinte Jens Hoppe, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Kölner Niederlassungsleiter, in Bezug auf den Investmentmarkt: „Die vergleichsweise geringe Anzahl an Transaktionen und die hohe Bedeutung, die die Großdeals speziell 2018 hatten, verdeutlichen jedoch, dass dieses Resultat keine Selbstverständlichkeit ist. Damit auch 2019 erneut in diese Sphären vorgestoßen werden kann, sind großvolumige Anlagemöglichkeiten ebenso notwendig wie ein ausreichendes Angebot an Assets im mittleren Millionenbereich“, fasste er die Aussichten zusammen.
