Der städtebauliche Vertrag für das Großprojekt Laurenz Carré wurde nun unterzeichnet.
Der Projektentwickler Gerchgroup hat mit der Stadt Köln einen städtebaulichen Vertrag für das Projekt Laurenz Carré in Köln abgeschlossen. Nach dem Beschluss der Ratssitzung am 26. März 2020 können auf Basis dieses Vertrages nun Bauanträge für das Bauvorhaben gestellt werden. Zuvor hatte es Unstimmigkeiten zwischen der Stadt und dem Projektentwickler um die Wohnbebauung und den Anteil des geförderten Wohnungsbaus gegeben. Nun hat sich die Stadt durchgesetzt: Etwa 19 von insgesamt 64 zu realisierenden Wohnungen werden gefördert sein. Sie finden auf einem kleinen Baufeld ab dem ersten Obergeschoss Platz.
In unmittelbarer Nähe zum Kölner Dom plant die Gerchgroup mit dem Laurenz Carré die Neuordnung des ehemaligen WDR-Areals sowie weiteren angrenzenden Grundstücken. Im Zuge der Projektentwicklung soll ein Großteil der Liegenschaften abgebrochen und durch hochwertige und moderne Gebäude ersetzt werden.
Das unter Denkmalschutz stehende Senatshotel wird saniert, die künftige Nutzung sieht ebenfalls einen Hotelbetrieb vor. Hierzu wurde bereits im März 2020 ein Mietvertrag über 25 Jahre mit dem internationalen Hotelbetreiber Radisson Hotel Group für das erste Radisson Red Hotel in Deutschland unterzeichnet.
Für die Neuordnung des Areals wurde im Jahr 2018 seitens der Gerchgroup AG in Abstimmung mit der Stadt Köln ein städtebauliches Qualifizierungsverfahren durchgeführt. Der Entwurf des Planungsbüros Kister Scheithauer Groß Architekten und Stadtplaner aus Köln erhielt (einstimmig) den ersten Preis. Dieser Entwurf bildet die Grundlage für die weitere städtebauliche Entwicklung.
Vor dem Hintergrund der weiteren Plankonkretisierung wird derzeit für das nördliche Baufeld – zwischen den Straßen Am Hof, Unter Goldschmied, Große Budengasse sowie Sporergasse – ein architektonischer Hochbauwettbewerb durchgeführt. Die Jurysitzung kann nunmehr stattfinden.
Im Zuge der Wettbewerbsverfahren einigten sich der Developer und die Stadt auf die Erarbeitung und Unterzeichnung eines städtebaulichen Vertrages um eine zügige Realisierung des Projektes zu gewährleisten. Der Vertrag eröffnet der Gerchgroup die Möglichkeit, bereits vor Beendigung des von der Stadt Köln durchgeführten Bebauungsplanverfahrens „Westlich Unter Goldschmied“ eine Baugenehmigung nach Paragraf 34 BauGB zu erhalten, wenn die städtebaulichen Rahmenbedingungen gemäß den Bestimmungen des Vertrages eingehalten sind. Darüber hinaus wollen die Parteien die Synergien aus dem laufenden Bebauungsplanverfahrens der Stadt und den anstehenden Bauantragsplanungen des Developers nutzen, um die Qualität der Gesamtumsetzung des Projektes zu optimieren.
