Mietpreisanstieg und Flächenknappheit prägen weiterhin den Kölner Büromarkt, rasche Entspannung ist nicht in Sicht.
2009 waren es 8,1 Prozent. Jetzt, zehn Jahre später, sind es 2,6 Prozent: Die Leerstandsquote auf dem Kölner Büroimmobilienmarkt ist seit Jahren im Sinkflug.
Mieten steigen
Die flächengewichtete Durchschnittsmiete stieg im Jahresverlauf um knapp zehn Prozent auf rund 15,00 Euro pro Quadratmeter. Die Spitzenmiete stieg von rund 21,50 auf circa 23,00 Euro pro Quadratmeter. Kurzfristig verfügbare, hochwertig ausgestattete Objekte sind so rar geworden, dass sie sowohl in der Innenstadt als auch in bevorzugten Stadtteillagen überdurchschnittliche Preise erzielen. Die höchste realisierte Miete betrug etwa 25,00 Euro pro Quadratmeter.
Flächenumsatz auf Vorjahresniveau
Insgesamt lag der Flächenumsatz 2018 bei rund 310.000 Quadratmetern und erreichte damit das Vorjahresergebnis. Besonderer Mangel herrscht in den innerstädtischen Lagen: Dort ist der Leerstand im Laufe des Jahres mit fast 40.000 Quadratmetern um rund 37 Prozent zurückgegangen.
Wachstumsbranche Co-working
Im Zuge der aktuell auch in anderen Top-Märkten zu beobachtenden Expansion haben Co-working- und Business-Center in Köln ihren Anteil am Flächenumsatz bereits auf etwa zehn Prozent gesteigert. Im Jahr zuvor waren es erst vier Prozent. Mehrere Betreiber sicherten sich vorrangig Neubau- und hochwertige Bestandsflächen in begehrten Lagen zu entsprechenden Mietkonditionen. Allein die Design Offices GmbH belegte bei den größten Flächenumsätzen mit ihren Anmietungen sowohl den ersten als auch den achten Platz. Der Co-working-Anbieter nahm rund 13.000 Quadratmeter im Neubauareal I/D Cologne in Mülheim ab sowie circa 5.600 Quadratmeter im Premiumneubauprojekt Kaiser Hof in der Innenstadt.
2019: Nachfrage bleibt hoch, Angebot zu niedrig
Da die Konjunkturprognosen abgeflaut sind, gehen die Researcher von Greif & Contzen davon aus, dass die Flächennachfrage etwas sinken wird, das Angebot aber weiterhin zu knapp bleibt. „In Verbindung mit dem geringen Leerstand und gestiegenen Mieten erscheint für 2019 ein Jahresergebnis im Bereich um die 280.000 Quadratmeter wahrscheinlich“, heißt es bei Greif & Contzen.