
2026-09-22T07:01:33.093Z „Kleiner Wald in der Stadt”
Ein üppig begrünter Wohnturm gehört zum Portfolio einer niederländischen Fondsgesellschaft. Ein Interview über das Grünkonzept und die Erfahrungen.
Dichtes Grün von oben bis unten: So präsentiert sich ein Gebäude des Ensembles Wonderwoods im niederländischen Utrecht. Entworfen wurde es von Stefano Boeri, dem Architekten der Wohntürme „Bosco Verticale“ in Mailand, die 2014 fertiggestellt wurden. immobilienmanager sprach über das Projekt mit den Verantwortlichen der Eigentümergesellschaft a.s.r. real assets, Robbert van Dijk, Managing Director Residential, und Asset-Manager Ted van Erp.
Wie lange ist Wonderwoods bereits in Betrieb?
Robbert van Dijk: Der Bau hat 2020 begonnen, die Fertigstellung war 2024. Wir haben nun also schon zwei Jahre lang Erfahrungen mit der Begrünung gesammelt.
Wonderwoods besteht aus zwei Gebäuden. Welches der beiden ist der Begrünungs-Hotspot?
Ted van Erp: Es ist das Wohngebäude mit seiner dreifach begrünten Fassade, das Stefano Boeri entworfen hat. Darin befinden sich etwa 310 Wohnungen. Das zweite Gebäude des Mixed-Use-Komplexes, das MVSA entworfen hat, verfügt über rund 15.000 Quadratmeter Bürofläche und zudem über 109 Wohneinheiten. Dort liegt der Fokus – anders als beim Boeri-Gebäude – mehr auf Pflanzen innerhalb der Immobilie als an der Außenhülle. In beiden Türmen zusammen besitzt a.s.r. 252 Apartments.
Wie ist der Vermietungsstand im begrünten Wohnturm?
Robbert van Dijk: Die Mietwohnungen im Wesentlichen voll belegt. Es gab bereits vor Vermietungsbeginn eine sehr hohe Nachfrage – ungefähr 1.000 Interessenten wollten in diesem ikonischen Gebäude leben. Die Lage ist zentral, direkt in der Nähe des Hauptbahnhofs, sehr gut an den öffentlichen Verkehr angebunden.
Ein Teil des Wohnungsangebots wird als bezahlbarer Wohnraum angeboten, mit begrenzten Mieten für Haushalte mit entsprechenden Einkommen. Die Mieten für bezahlbare Wohnungen liegen in der Erstvermietung etwa zwischen 1.000 und 1.250 Euro pro Monat. Die übrigen Wohnungen werden zu Marktpreisen vermietet.
Aktuell haben wir eine normale Fluktuationsrate von etwa zehn bis 15 Prozent pro Jahr, aber keinen strukturellen Leerstand. Die frei werdenden Wohnungen können wir problemlos wieder vermieten. (...)
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