Bis 2028 entsteht im Nordosten Wiens auf insgesamt 240 Hektar der neue Stadtteil „Aspern - die Seestadt Wiens“ mit Wohnraum für mehr als 20.000 Menschen und dem weltweit höchsten Holzhochhaus.
Bis 2028 entsteht im Nordosten Wiens im Bezirk Donaustadt auf insgesamt 240 Hektar der neue Stadtteil „Aspern – die Seestadt Wiens“ mit Wohnraum für mehr als 20.000 Menschen. Der Stadtteil wird in drei Etappen entwickelt, wobei der Südwesten bereits fertiggestellt ist und ein gemischtes Quartier mit Wohnungen, Büros, Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen umfasst. Im Herbst 2018 sollen bereits die Bauarbeiten für das nördlich gelegene Gebiet der zweiten Etappe beginnen.
Für die Entwicklung der Seestadt ist die Wien 3420 Aspern Development AG zuständig, die als Public Private Partnership strukturiert ist. Sie ist zentrale Ansprechpartnerin für potenzielle Projektwerber, betreibt das Standortmarketing, die Akquisition von Partnern und die Verwertung der Flächen. Sie wird seit Ende 2010 von einem Beirat mit Spezialisten aus den Bereichen Architektur, Kultur, Landschaftsplanung, Städtebau und Umwelt unterstützt.
Im Rahmen der Entwicklung werden auch nachhaltige Energiekonzepte umgesetzt, wie etwa das „HoHo Wien“, mit 84 Metern Höhe das weltweit höchste Holzhochhaus. Aspern ist als Stadt der kurzen Wege angelegt und verfolgt einen Mobilitätsmix, bei dem der motorisierte Verkehr nur rund 20 Prozent ausmachen soll. Es gibt E-Lastenräder, mehrere Busverbindungen und eine eigens gebaute U-Bahnlinie, mit der die Bewohner in gut 20 Minuten die Wiener Innenstadt erreichen.
Rund 50 Prozent der Flächen in der Seestadt sind dem öffentlichen Raum gewidmet. Herzstück des Stadtteils ist der zirka 50.000 Quadratmeter große, aus Grundwasser gespeiste See inmitten des Seeparks. Mehr als 150 Unternehmen haben sich bereits in der Seestadt niedergelassen – vom internationalen Industriekonzern über viele kleine Einzelhändler und Gastronomiebetreiber bis hin zu Start-ups und Forschungsunternehmen aus dem Technologiesektor. Mehr als 1.500 Arbeitsplätze sind bereits im aufstrebenden Stadtentwicklungsgebiet angesiedelt.
Vorbildlich schätzt die Jury nicht nur die vorausschauende Infrastrukturplanung ein, sondern auch das hohe Maß an Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel durch eine Stadtteilzeitung, den digitalen Auftritt des Stadtteilmanagements, Willkommenspakete und das B2B-Netzwerk „Club Seestadt“. Aspern – Die Seestadt Wiens ist eines der innovativsten Stadtentwicklungsgebiete Europas.
