Der Bonner Immobilienkonzern stößt sein Kerngeschäft mit 100 Immobilien im Wert von drei Milliarden Euro ab. Über mögliche Käufer wird spekuliert. Dabei ist auch ein Börsengang der Büroimmobilien möglich.
Es wird ernst bei der IVG. Seinen ursprünglichen Schuldenberg in Höhe von vier Milliarden Euro konnte der Bonner Immobilienkonzern bereits halbieren. Nun steht der Verkauf von etwa 100 Büroimmobilien mit einem Wert von rund drei Milliarden Euro an. Dafür sind die Gebäude rechtlich bereits ausgegliedert worden, so dass sie sowohl verkauft als auch an die Börse gebracht werden können.
Wie das Handelsblatt meldet, will die IVG morgen den Namen für das zum Verkauf stehende Geschäft bekanntgeben. Das Portfolio verteilt sich auf sechs Großstädte, darunter München, Frankfurt und Hamburg. Auch "The Squaire" am Frankfurter Flughafen gehört zu diesem Paket und steht mit 700 Millionen Euro in den Büchern.
Wer wird der Käufer?
Über potenzielle Käufer wird bereits im Markt spekuliert. Als Kandidaten gelten laut Handelsblatt Alstria Office, Patrizia Immobilien und die Allianz, die selbst einer der größten IVG-Mieter ist. Allerdings dürften in der momentanen Marktlage auch einige internationale Investoren interessiert sein. Favorisiert wird bei der IVG aber wohl ein Börsengang des Büro-Portfolios - komplett oder zunächst nur in Teilen.
Bis zum Jahresende sollen die Immobilien abgestoßen sein. Dann will die IVG auch ihre ausländischen Immobilien und die in Triuva umbenannte Fonds-Sparte verkaufen.
Hintergrund des Verkaufes ist, dass mehrere Hedgefonds die günstige Marktlage in Deutschland nutzen wollen, um ihre IVG-Anteile zu verkaufen. Die Fonds waren Gläubiger der insolventen IVG und hatten ihre Forderungen in IVG-Anteile umgewandelt.
