Als Folge der Säuberungswelle in der Türkei gibt Betreiber das Management auf.
Der deutsche Shoppingcenterentwickler und -betreiber zieht sich aus dem Management eines Shoppingcenters in der Türkei zurück. Das Center "Modern East" im neuen Businessdistrikt Ümraniye gehört nicht der ECE, sondern wurde nur von ihr betrieben. Der Rückzug der ECE ist eine Reaktion darauf, dass die Inhabergesellschaft der Einkaufsmall, die erst im Mai dieses Jahres eröffnet wurde, beschlagnahmt worden ist. Dies hatte das Fachmagazin "Textilwirtschaft" zuerst gemeldet. Die ECE betreibt 13 Shoppingcenter in der Türkei.
Das Center umfasst 140 Läden, einen Food Court mit 1.500 Sitzplätzen, 36 Gastronomiebetriebe sowie Entertainment-Angebote, insgesamt sind es 60.000 Quadratmeter Mietfläche. In einer zweiten Bauphase sollte das Modern East nach den ursprünglichen Plänen auf eine Gesamtmietfläche von 90.000 Quadratmetern und 240 Shops anwachsen. Das Investitionsvolumen für die komplette Entwicklung soll dann 200 Millionen Euro betragen. Zum Gesamtkomplex sollen zudem zwei Bürotürme mit 67.000 Quadratmetern Fläche und ein Wohnkomplex mit 600 Wohnungen gehören.
Der Eigentümerfamilie wird offenbar vorgeworfen, der Gülen-Bewegung nahezustehen.
