News 2020-04-16T00:00:00Z Irritation wegen Einzelhandels-Beschränkungen

ZIA: Läden in Shoppingcentern dürfen öffnen / In Bayern geht es erst später wieder los.

Läden mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern dürfen ab kommendem Montag wieder öffnen. Iris Schöberl, Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Handel, teilte mit: Um Missverständnisse zu vermeiden und Unsicherheiten zu beseitigen, sei es wichtig, klarzustellen, dass Shoppingcenter auch weiterhin diesen Zugang gewährleisten und die im Beschluss genannten Geschäfte öffnen dürfen – unabhängig davon, wo sie sich befinden.

Sie führte aus, dass Shoppingcenter anders als Fußgängerzonen über moderne Frequenzzählanlagen verfügen, durch die eine Steuerung des Besucherstroms durch entsprechendes Personal an den Eingängen erst möglich wird. Shoppingcenter können zudem – anders als Läden in einer Fußgängerzone – die Parkplätze im eigenen Parkhaus bei Bedarf beschränken und so ebenfalls den Besucherstrom mindern.

In Bayern sind die Regeln strenger. Dort dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sowie Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen erst ab dem 27. April wieder öffnen. Das betrifft laut dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gut 80 Prozent der Geschäfte. Ausgenommen sind Bau- und Gartenmärkte, die schon schon vom 20. April an wieder öffnen dürfen.

Der RICS vermisst konkrete Regeln und Maßnahmen bei der Lockerung. Dazu gehören beispielsweise das Tragen von Atemschutzmasken oder eine Einlasskontrolle. Martin Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der RICS Deutschland, meinte dazu: „Hier lässt man den Einzelhandel im Regen stehen.“

Auch mangele es an konkreten Maßnahmen, den Handel zu beleben. Sabine Georgi, Country Managerin der RICS Deutschland: „Der kommende Neustart ist so wichtig, hier müssen wir unser ganzes Augenmerk drauf lenken, um noch größere volkswirtschaftliche Schäden abzuwenden. Deswegen haben wir uns beispielsweise für eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten auch auf nach 20 Uhr und den Sonntag ausgesprochen.“

70 Prozent der April-Mieten eingegangen

Die Deutsche Konsum REIT konnte im April einen großen Teil ihrer Mieten kassieren, wie das Unternehmen nun bekanntgab. 70 Prozent der Mietzahlungen für den Monat seien eingegangen. Die rund 30 Prozent, die bisher nicht bezahlt hätten, seien vor allem Mieter mit nicht versorgungsrelevanten Sortimenten wie beispielsweise Sonderpostenmärkte, Textileinzelhandel, Elektronikmärkte, Baumärkte in Bundesländern mit Ausgangsbeschränkungen sowie Kinos, Fitnessclubs, Restaurants und Friseurgeschäfte. Der überwiegende Teil der betroffenen Mieter, der im Wesentlichen aus großen Filialisten bestehe, habe seine Mietzahlungen deshalb zunächst für den Monat April gestundet.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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