Savills hat den Investmentmarkt für Wohn- und Gewerbeimmobilien im Mai näher betrachtet.
Im Mai wurden am Investmentmarkt für Gewerbe- und Wohnimmobilien Objekte für rund 5,7 Milliarden Euro gehandelt. Das rollierende Zwölf-Monats-Volumen lag Ende des Monats bei 68,8 Milliarden Euro und stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,8 Prozent an. Auf Gewerbeimmobilien entfielen etwa 3,5 Milliarden Euro, womit der Monat nach Februar der umsatzschwächste des laufenden Jahres war. Ohne den Kauf eines rund eine Milliarde Euro schweren Summit-Portfolios durch einen Tristan-Fonds wäre es sogar der umsatzschwächste Monat am Gewerbeimmobilienmarkt seit Beginn der Pandemie gewesen. Am Wohnimmobilienmarkt ging die Rallye hingegen weiter – Immobilien für etwa 2,2 Milliarden Euro wurden im Mai gehandelt.
Im vergangenen Monat machten die fünf größten Transaktionen mehr als die Hälfte des gesamten Transaktionsvolumens (56 Prozent) aus. Auf großvolumige Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich entfielen in den vergangenen zwölf Monaten rund 55 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens. Sie machten etwa acht Prozent aller Transaktionen aus. Knapp 38 Milliarden Euro wurden im Rahmen solcher Käufe umgesetzt und damit 46 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Das Volumen von Transaktionen im Größenbereich kleiner 100 Millionen Euro ging auf Jahressicht nur um 14 Prozent zurück. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Zahl der Transaktionen. Während die Transaktionszahl im dreistelligen Volumenbereich auf Jahressicht um ein Viertel zurückging, betrug das Minus bei den kleineren Transaktionen nur 13 Prozent.
Dass insbesondere die Transaktionszahl und das Volumen bei großvolumigen Produkten gesunken ist, ist in erster Linie auf einen Engpass auf der Angebotsseite zurückzuführen. Bei Objekten und Portfolios im Non-Core-Bereich hat sich die gestiegene Risikoaversion vieler Investoren negativ auf die Zahl an Vertragsabschlüssen ausgewirkt. Im Core-Segment haben wiederum einige Eigentümer im vergangenen Jahr eine Vermarktung aufgeschoben, da sie die Rückkehr internationaler Bieter, etwa aus Asien, abwarten wollten. Für die zweite Jahreshälfte zeichnet sich allerdings ab, dass wieder mehr Produkte auf den Markt gebracht werden. Vor dem Hintergrund einer weiterhin sehr hohen Nachfrage nach großvolumigen Core-Immobilien dürfte dies zu einem Anstieg der Transaktionsvolumina beitragen.
Die zehn größten Transaktionen des Monats Mai 2021
Quelle: Savills (dargestellt sind nur bereits veröffentlichte Transaktionen)