News 2018-04-05T00:00:00Z Investmentmarkt: Große Büroimmobilien an Topstandorten im Fokus

Investoren kaufen auch 2018 weiter fleißig deutsche Gewerbeimmobilien. Es zeigt sich im ersten Quartal unter anderem die Rückkehr zu großvolumigen Einzelobjekten aus dem Bürosegment.

Am deutschen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien konnte im ersten Quartal 2018 mit einem Transaktionsumsatz von rund 12,1 Milliarden Euro erneut ein starker Jahresauftakt registriert werden. Damit lag das Investmentvolumen zwar marginal unter dem Rekordergebnis des Vorjahres, jedoch wurde der zehnjährige Durchschnitt der ersten Quartale um knapp 70 Prozent deutlich übertroffen. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE. Ähnliche Zahlen vermelden BNP Paribas Real Estate und JLL (beide jeweils 12,3 Milliarden Euro).

Auch 2018 gilt: Investoren lieben deutsche Gewerbeimmobilien. Aber: Objekte und Portfolios werden eingehend auf die Nachhaltigkeit von Lage, technischem Stand und Konzept geprüft, bevor Investmententscheidungen getroffen werden“, sagt Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Fokus der Investoren wieder verstärkt auf großvolumigen Einzelobjekten, insbesondere in Form von Büroimmobilien in den Topstandorten.

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Transaktionsvolumen nach Nutzungsarten (Quelle: JLL)

Bei Einzelhandelsinvestments, die laut BNP Paribas Real Estate gut 14 Prozent zum Resultat beitragen, bleibt das Transaktionsvolumen mit 1,76 Milliarden Euro rund 40 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Vergleichbar stellt sich die Situation bei Logistikverkäufen dar. Ein Rückgang um 21 Prozent (Anteil am Gesamtumsatz: rund 14 Prozent) klingt nach schwacher Entwicklung. Berücksichtigt man allerdings, dass im Vorjahreszeitraum ein Allzeithoch aufgestellt wurde, relativiert sich diese Einschätzung aber. Deshalb stellen die 1,7 Milliarden Euro, die in Logistikobjekte investiert wurden, auch das mit Abstand zweitbeste Resultat aller Zeiten dar.

Mit rund einem Viertel des Transaktionsvolumens engagierten sich laut CBRE Investoren aus dem europäischen Ausland, vor allem Anleger aus dem Vereinigten Königreich, besonders stark am hiesigen Gewerbeinvestmentmarkt. Nordamerikanische Investoren kauften deutsche Gewerbeimmobilien für insgesamt fast 1,3 Milliarden Euro und verbuchten damit zehn Prozent des Transaktionsvolumens auf sich, gefolgt von asiatischen Investoren mit gut 900 Millionen Euro oder knapp acht Prozent. Auffällig dabei: Im Gegensatz zu europäischen Anlegern, investierten Nordamerikaner und Asiaten einen größeren Teil ihres Volumens außerhalb der Topstandorte – auch verstärkt im Rahmen bundesweiter Portfolios.

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Investments in den A-Standorten im ersten Quartal 2017 und 2018 im Überblick (Quelle: BNP Paribas Real Estate)

Aggregiert entfielen bis Ende März 2018 laut JLL rund 8,6 Milliarden Euro auf die sieben großen Investment-Hochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Dies entspricht einem Plus von 47 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres und einem Anteil von 70 Prozent am gesamtdeutschen Transaktionsvolumen.

Teuerster Standort bleibt laut BNP Paribas Real Estate Berlin, wo die Netto-Spitzenrendite bei 2,90 Prozent notiert. Platz zwei belegt München mit 3,00 Prozent und den dritten Rang teilen sich Hamburg und Frankfurt mit jeweils 3,15 Prozent. Mit 3,40 Prozent folgt Stuttgart auf Position fünf und liegt damit vor Düsseldorf (3,50 Prozent) und Köln (3,55 Prozent). Ob im laufenden Jahr vereinzelt noch leichte Renditerückgänge zu beobachten sein werden, bleibe abzuwarten.

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Renditespread Büroimmobilie vs. 10-jährige Bundesanleihe (Quelle: Bundesbank, CBRE Research, Q1 2018)

JLL rechnet mit einem deutschlandweiten Transaktionsvolumen für das Gesamtjahr 2018 in Höhe von rund 55 Milliarden Euro. BNP Paribas kalkuliert vorsichtiger auf "über 50 Milliarden Euro" und CBRE geht von einem Volumen im Bereich von 50 Milliarden Euro aus.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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