Standorte & Märkte 2017-04-26T00:00:00Z Internationale Investoren lieben Berlin

Deutschland war 2016 bei ausländischen Investoren eine der Top-3-Investitionsziele. Vor allen Dingen die Region Berlin hat es den Immobilienkäufern angetan.

Laut dem Bericht „The Atlas Summary 2017“ von Cushman & Wakefield ist davon auszugehen, dass das globale Immobilieninvestitionsvolumen in diesem Jahr 1,39 Billionen US-Dollar übersteigen wird. Auf die EMEA-Region könnten davon 22 Prozent (307 Milliarden US-Dollar) entfallen.

Der Jahresbericht konstatiert, dass die Investitionsnachfrage nach Immobilien auch in 2017 aufgrund neuer Kapitalquellen und der höheren Anzahl an Investoren, die nach globaler Diversifizierung streben, anhalten wird. Außerdem ist davon auszugehen, dass die Nachfrage das Angebot an verfügbaren Investitionen übersteigen wird; eine Dynamik, die die Preise möglicherweise auch in absehbarer Zukunft auf einem hohen Niveau halten wird.

David Hutchings, Head of Investment Strategy for Capital Markets, EMEA sagt: „Der Immobilieninvestmentmarkt wird sich 2017/2018 sogar noch dynamischer entwickeln, da sich die Kapitalquellen und Ziele mit dem Auftauchen lukrativer Investitionsmöglichkeiten überall auf der Welt ändern. Viele Investoren jagen weiterhin Einnahmen und Kapitalerträgen nach, während es für andere einfach nur wichtig ist, ihr Kapital sicher zu investieren, was in einer unsicheren und sich verändernden Welt an Bedeutung gewinnt.“

Das Interesse an neuen Segmenten und Investitionsansätzen in allen Regionen wird weiter steigen, da das typische Investitionsportfolio immer diversifizierter wird, um auf die Änderungen der Faktoren Demografie, Technologie, Mobilität und urbane Funktionen reagieren zu können. Zu den neuen Assetklassen gehören Immobilien mit wohnungswirtschaftlichem Schwerpunkt (z. B. Seniorenheime), Rechenzentren sowie innerstädtische Logistik- und Freizeitimmobilien.

Asiaten überholen Amerikaner in Europa
Kapital strömt von allen Teilen der Erde nach Europa. Aufgrund eines eingeschränkten Angebots und einer anhaltenden Risikoaversion ist das Investitionsvolumen im Großen und Ganzen jedoch zurückgegangen. Asiatisches Kapital wird in immer mehr Märkten Europas investiert werden und das nordamerikanische Kapital als bislang größte ausländische Kapitalquelle in den Jahren 2017 bzw. 2018 überholen.

Zu den Schlüsselmärkten mit einem ausgewogenen Wachstum gehören beispielsweise Deutschland (mit Berlin an der Spitze) sowie die nordischen Länder gefolgt von Spanien (mit Schwerpunkt Barcelona und Madrid). Paris wird weiterhin Spitzenreiter in Bezug auf Gesamtfrankreich bleiben und, abhängig vom Ausgang der Wahlen, ein Investitionsziel bleiben, angetrieben von den hohen Infrastrukturausgaben. Ähnlich wird London ein Magnet für Kapital bleiben, da die Auswirkungen des Brexits wahrscheinlich erst mittelfristig eintreten werden.

Deutschland war 2016 Top-3-Investitionsziel
27 Milliarden US-Dollar ausländische Investitionen in den deutschen Immobilienmarkt machen diesen zum Top-3-Immobilienstandort der Welt. Zum Vergleich: Top 1 USA 63 Milliarden US-Dollar, Top 2 Großbritannien 31 Milliarden US-Dollar. Berlin/Brandenburg ist mit einem Volumen von 10,3 Milliarden US-Dollar größter Immobilieninvestmentmarkt in Deutschland, gefolgt von der Region Rhein-Ruhr (8,9 Milliarden US-Dollar) und München (7,3 Milliarden US-Dollar).

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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