Eine Baustelle mit mehreren Hochhäusern im Bau, umgeben von Kränen und moderner Architektur im Hintergrund.
Die Skelette am Offenbacher Kaiserlei bieten ein Bild der Tristesse. (Quelle: Roswitha Loibl)

2025-01-17T12:13:04.593Z KWU-Türme Offenbach: Therapieplan liegt vor

Serie Intensivpatienten: Der komatöse Zustand der ehemaligen KWU-Türme in Offenbach könnte beendet sein. Die beiden Optionen Revitalisierung oder Abriss werden intensiv diskutiert. Von Roswitha Loibl

Skelette haben Gruselpotenzial. In der Regel erwachen sie nicht wieder zum Leben, und wenn doch, dann ist der Schrecken groß. Nicht so bei Gebäudeskeletten. Die Nachricht, dass das Totgeglaubte wieder aufersteht, ist ein Grund zur Freude. Am Offenbacher Kaiserlei-Kreisel wird jede Bewegung mit Hoffnung registriert, denn die früheren KWU-Türme dort stehen seit 20 Jahren leer, seit 2018 existieren sie nur noch als nackte Strukturen. Nun ist neue Bewegung in die Diskussion gekommen, ob sie stehen bleiben können oder abgerissen werden müssen.

Die Phase der Tristesse begann im Jahr 2004, als Siemens die beiden 19 und 22 Etagen hohen Türme verließ, die das Vorgängerunternehmen Kraftwerks Union (KWU) Anfang der 1970er Jahre bezogen hatte. Der Eigentümer Allianz überlegte damals, sie abzureißen, doch das wurde nicht genehmigt. Als erster Therapeut versuchte sich die CG Gruppe, die das Ensemble 2013 kaufte mit dem Plan, die Büros in 720 bis 830 Mietwohnungen zu verwandeln...

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zuletzt editiert am 17. Januar 2025
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