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Die Immobilienweisen haben ihr Frühjahrsgutachten 2019 vorgelegt: Das kommt auf die Immobilienwirtschaft 2019 zu (Foto: unsplash/Briana Tozour)

News 2019-02-19T00:00:00Z Immobilienweisen: Ein bißchen Abschwung

Heute haben die Immobilienweisen ihr Frühjahrsgutachten 2019 in Berlin vorgelegt. Sie rechnen mit Eintrübungen, weiteren Preiszuwächsen bei Wohnraum und konstatieren eine echte Büronot.

Noch ist die deutsche Immobilienwirtschaft in günstigen Fahrwasser. Bei der Vorstellung des Frühjahrsgutachtens der Immobilienweisen in Berlin wurde das nochmals deutlich. Wirtschaft, Finanzierungslandschaft, Nachfrage - das alles passt weiterhin. Nur gibt es zu wenig Immobilien, die gehandelt und gemietet werden könnten. Der Mangen an Produkten hat einfache Gründe: Ausgelastete Baufirmen und der Mangel an Facharbeitskräften. Zwar befindet sich der deutsche Immobilienmarkt in einer ähnlichen Situation wie in den Vorjahren, die Rezessionsgefahr habe jedoch zugenommen.

Nach Ansicht der Immobilienweisen könnte sich 2019 bei Gewerbeimmobilien die Stimmung eintrüben. Das Investitionsvolumen in Wirtschaftsimmobilien werde in diesem Jahr auf jeden Fall geringer ausfallen, so das Fazit. Ein Absturz sei allerdings nicht in Sicht, relativierte Andreas Schulten heute in Berlin. „Die heimische Wirtschaft ist nur in die Spätphase des seit über fünf Jahren anhaltenden Aufschwungs eingebogen", erkärte er. Spekulative Übertreibungen seien jedoch weiter möglich, wenn sich der erste Zinsschritt der Europäischen Zentralbank weiter verzögern sollte.

Büronot und Wohnungshausse
Laut dem Gutachten herrscht in 35 Städten akute Büronot. Unternehmensabwanderungen sind die Folge. Allerdings prognostizieren die Immobilienweisen auch gute Aussichten für den Bürovermietungsmarkt, einen Abbau der Leerstände und steigende Spitzenmieten. Die Renditekompression werden enden.

Auf den Wohnungsmärkten rechnen die Immobilienweisen mit weiteren Preiszuwächsen - wie sie mittlerweile selbst außerhalb der Metropolen bereits zu beobachten sind. Dennoch gibt es nach Analyse von Harald Simons noch etliche B- und C-Städte, die Anfangsrenditen deutlich über fünf oder sogar sechs Prozent ermöglichen. Er erläuterte, dass ab einem Wohnungsleerstand von unterhalb drei bis 3,5 Prozent höhere Mieten folgen „Bei sehr niedrigen Leerstandsquoten explodiert das Mietniveau dann geradezu“, erläutert Harald Simons, Vorstand des Forschungsinstituts Empirica.

Das Urteil über die von der Politik ergriffenen Maßnahmen fällt vernichtend aus: Zu wenig Anreize für Neubau, preistreibende Effekte durch das Baukindergeld und die Sonder-Afa und die Verschärfung der Mietpreisbremse. Das alles führt nach ihrer Ansicht nicht zu einer Entspannung der Märkte.

zuletzt editiert am 20. Januar 2022
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