Der österreichische Entwickler Imfarr steht mit 600 Millionen Euro Schulden vor dem Aus.
Die Branchenbereinigung bei den Projektentwicklern setzt sich fort. Mit dem österreichischen Entwickler Imfarr trifft es ein prominentes Unternehmen aus unserem Nachbarland, das auch in Deutschland investiert ist. Zuletzt geriet das Unternehmen in die Schlagzeilen, als es das Münchner Mammutprojekt Elementum an Oaktree abgeben musste.
Imfarr war ebenfalls an dem Euritzscher Freiladebahnhof in Leipzig beteiligt. Auf 25 Hektar sollte hier ein ganz neues Quartier mit 2.400 Wohnungen entstehen. Die Österreicher haben insgesamt knapp 600 Millionen Euro Schulden. Als Insolvenzverwalter ist Dr. Stephan Riel bestellt worden. Insgesamt 44 Beteiligungen hat das Unternehmen, das 2007 gegründet wurde. 110 Gläubiger sind laut des österreichischen Kreditschutzverbands von 1870 (KSV1870) beteiligt. Laut KSV sind steigende Zinsen und ein erheblicher Einbruch der Nachfrage nach Büroobjekten schuld an der Misere. imfarr will seinen Gläubigern dabei 20 Prozent zahlbar innerhalb von 2 Jahren anbieten. Die Immobilien sollen verwertet werden.
Hier kommen wir zum spannenden Teil. Wird es imfarr gelingen, die Objekte zu adäquaten Preisen zu veräußern? Davon ist bei der derzeitigen Marktlage wohl kaum auszugehen.
