Drei Hypothekenbanken blicken auf ein starkes erstes Halbjahr 2021. (Bild: nattanan23/Pixabay)
Drei Hypothekenbanken blicken auf ein starkes erstes Halbjahr 2021. (Bild: nattanan23/Pixabay)

Unternehmen & Köpfe

12. August 2021 | Teilen auf:

Hypothekenbanken mit starkem ersten Halbjahr

Berlin Hyp, Aareal Bank und Deutsche Pfandbriefbank (pbb) haben ihre Berichte für das erste Halbjahr 2021 veröffentlicht.

Die Hypothekenbanken Berlin Hyp, Aareal Bank und pbb blicken trotz anhaltend herausforderndem Marktumfeld auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2021.

Berlin Hyp steigert Neugeschäft und Ertrag

Angesichts der guten bisherigen Entwicklung hat die Berlin Hyp ihre Erwartungen für das Gesamtjahr 2021 nach oben korrigiert. Sie geht nun von einem Neugeschäft auf dem Niveau des Vorjahres aus; bisher war ein deutlicher Rückgang erwartet worden. Auch der Zinsüberschuss wird sich aus heutiger Sicht im Gesamtjahr positiver entwickeln als noch im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2020 dargestellt. Gleiches gilt für die Risikovorsorge, die niedriger liegen dürfte als bisher angenommen.

„Unsere Entwicklung im operativen Geschäft, die Zahlen und unsere korrigierte Prognose zeigen, wie stark und stabil die Berlin Hyp ist. Mit unserem Produkt- und Leistungsspektrum, mit unserer Aufstellung und unserer strategischen Weiterentwicklung geben wir die richtigen Antworten auf die Fragen und Aufgaben, vor denen unsere Kunden und wir als Bank stehen“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Sascha Klaus.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Kontrahiertes Neugeschäftsvolumen im ersten Halbjahr 2021 liegt mit 2,9 Mrd. € rund 16 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres
  • Zins- und Provisionsergebnis legen um annähernd ein Drittel auf 220,8 Mio. € zu (Vorjahr: 167,8 Mio. €), keine Kreditausfälle oder Wertberichtigungen aufgrund von Covid-19
  • Vorsteuerergebnis trotz Kapitalstärkung deutlich auf 30,1 Mio. € gesteigert (Vorjahr: 5,8 Mio. €)
  • Bank stärkt die Zusammenarbeit mit den Sparkassen und baut die Position als Vorreiter bei grüner Transformation weiter aus
  • Prognose für Neugeschäft und Ergebnis vor Gewinnabführung des Gesamtjahres angesichts der guten bisherigen Entwicklung heraufgesetzt

Aareal Bank Gruppe: deutlicher Ergebnisanstieg im zweiten Quartal

Die Aareal Bank Gruppe bleibt auch nach dem zweiten Quartal auf Kurs, ihr Ziel für das Konzernbetriebsergebnis 2021 zu erreichen. Das Konzernbetriebsergebnis stieg - wie bereits am 2. August 2021 kommuniziert - deutlich auf 41 Millionen Euro (Q2/2020: 2 Mio. € und Q1/2021: 32 Mio. €) an. Es reflektiert die erwartete sukzessive Normalisierung der Geschäftsentwicklung nach dem ersten Corona-Jahr 2020. Ohne die Sonderbelastung aus dem Steuereffekt hätte das Betriebsergebnis 52 Millionen Euro betragen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres erzielte die Aareal Bank Gruppe ein Konzernbetriebsergebnis von 73 Millionen Euro (H1/2020: 13 Mio. €). Die Aareal Bank Gruppe erwartet für 2021 weiterhin ein Konzernbetriebsergebnis in der Spanne von 100 bis 175 Millionen Euro.

Finanzvorstand Marc Heß erklärt: "Das operative Geschäft entwickelt sich im bisherigen Jahresverlauf positiv. Unsere Wachstumsinitiativen, die wir im Rahmen von Aareal Next Level definiert hatten, beginnen zu wirken. Wir nähern uns damit schrittweise wieder dem Vorkrisenniveau an. Dennoch bleiben wir im Hinblick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie weiterhin vorsichtig, was sich in unserer für das Gesamtjahr prognostizierten Risikovorsorge widerspiegelt."

Das Wichtigste im Überblick:

  • Konzernbetriebsergebnis trotz Belastungen deutlich auf 41 Mio. € (Q2/2020: 2 Mio. €) gesteigert, Jahresprognose von 100 bis 175 Mio. € bestätigt
  • Strategisches Programm greift: Erträge um 14 Prozent über Vorjahr, Zinsüberschuss auf höchstem Niveau seit fast vier Jahren
  • Risikovorsorge im Jahresvergleich deutlich gesunken, trotz Einmaleffekten aus dem erfolgreichen Abschluss des beschleunigten De-Riskings in Italien
  • Starkes Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung, Portfoliovolumen steigt planmäßig an
  • IT-Tochter Aareon wächst weiter, auch dank erfolgreicher M&A-Aktivitäten

pbb setzt positive Entwicklung fort

Die Deutsche Pfandbriefbank AG (pbb) hat, wie am 27. Juli gemeldet, im zweiten Quartal 2021 weiter bei Ergebnis und Neugeschäft zugelegt. Unter dem Strich steht ein Vorsteuerergebnis von 62 Millionen Euro für das zweite Quartal und 114 Millionen Euro für das erste Halbjahr 2021. Damit übertrifft die pbb das Vorquartal und das Vorjahresquartal und schneidet auch auf Halbjahressicht besser ab (1Q21: 52 Mio. €, 2Q20: 28 Mio. €, 1H 20: 30 Mio. €). Auf Basis der guten Geschäftsentwicklung hatte die pbb trotz bestehender Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Risikokosten die Jahresprognose Ende Juli deutlich angehoben.

Der Vorstandsvorsitzende Andreas Arndt kommentiert: „Wir profitieren weiterhin von unserer stabilen, konservativen Aufstellung, wie auch unser gutes Abschneiden beim aktuellen EZB-Stresstest belegt. Zwar können wir wegen der Folgewirkungen der Covid-19-Pandemie weitere Belastungen im zweiten Halbjahr 2021 nicht ausschließen, trauen uns aber nach dem guten ersten Halbjahr insgesamt für das Gesamtjahr 2021 ein Ergebnis vor Steuern zwischen 180 und 220 Millionen Euro zu.“

Das Wichtigste im Überblick:

  • Zins- und Provisionsergebnis steigt auf Halbjahressicht um fast 10 Prozent auf 251 Mio. €
  • Geringere Belastungen durch Covid-19 – Risikovorsorge halbiert mit Nettozuführungen im 1. Halbjahr von 33 Mio. €
  • Neugeschäftsvolumen wächst auf 3,8 Mrd. € - Bruttomargen im bisherigen Jahresverlauf stabil
  • Entscheidung im 4. Quartal 2021 über weitere Dividendenzahlung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020