Elbpark-Signa-Chipperfield
Den Elbtower, ein Entwurf von David Chipperfield Architects, hat sich Signa Prime Selection gesichert. Bild: Signa/Chipperfield

Standorte & Märkte 2018-03-13T00:00:00Z Höhe, Holz und ein Hotel

SPONSORED CONTENT - Die HafenCity erreicht ihre östliche Grenze: das Quartier Elbbrücken. Dort nehmen die ersten Projekte Formen an.

Das „Wie“ ist schon klar, das „Wer“ noch nicht. Wie künftig die Menschen das Quartier Elbbrücken der HafenCity erreichen, lässt sich heute schon erkennen. Der neue S- und U-Bahnhof hat bereits ein Dach, und am 9. Dezember 2018 halten dort die ersten U-Bahnen, die auch Anschluss an die Stadtbusse bekommen. Die S-Bahn folgt später. Doch wer die Menschen aus der HafenCity sind, welche die Station eines Tages nutzen, das wird die Zeit zeigen. Zuerst einmal müssen all die dort geplanten Gebäude in die Höhe wachsen.

Das spektakulärste Projekt, den Elbtower, hat sich der Entwickler Signa Prime Selection AG gesichert. Mit im Boot ist David Chipperfield Architects, die der Öffentlichkeit im Februar den Entwurf eines knapp 235 Meter hohen Turms präsentierten. Schon 2021 könnte Baubeginn sein, 2025/26 die Eröffnung. Mehr als 100.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche bietet das Ensemble, in dem nicht nur Büros, sondern auch ein Hotel und vielerlei öffentliche Nutzungen Platz finden sollen. 700 Millionen Euro sollen in das Projekt fließen.

Auch beim 15-stöckigen Büroturm „The Pier“ steht das Aussehen schon fest. Das Architekturbüro Henn hat den Zuschlag im Wettbewerb erhalten. Bis 2020 wird OVG Real Estate ein smartes und energieeffizientes Multi-Tenant-Bürogebäude entwickeln, das rund 25.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche bietet. 125 Millionen Euro investiert OVG in den versetzt aufeinander getürmten Backsteinbau.

Bilder aus der Hafencity

Höchstes Holzgebäude geplant

Fast komplett aus Holz konstruiert Garbe Immobilien-Projekte die „Wildspitze“. Es soll Deutschlands höchstes Holzgebäude werden mit 18 Etagen, die 64 Meter hoch aufragen. Unter seinem Dach vereint es unterschiedliche Nutzungen: 190 Wohnungen, ein Drittel davon öffentlich gefördert, sowie eine 2.200 Quadratmeter große Ausstellungsfläche der Deutschen Wildtier Stiftung und 1.800 Quadratmeter Bürofläche für deren Mitarbeiter. Im Jahr 2021 soll dort Leben einziehen.

Weil es am Ostende der HafenCity relativ laut zugeht, sind rund 60 Prozent des Bauvolumens für Büros und weitere zehn Prozent für Gastronomie und ähnliches reserviert. Die neuen Flächen bergen ein Potenzial für 13.000 Arbeitsplätze.

Diese Gebäude stellen sich schützend um die rund 1.100 Wohnungen, die ebenfalls an den Elbbrücken entstehen sollen. Vier der großen Wohnbaufelder werden in diesem Frühjahr ausgeschrieben. Auf ihnen können insgesamt 410 Wohnungen mit rund 54.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche entstehen. Die Grundstücke werden auf Grundlage eines Konzept-Preisverfahrens anhand gegeben, bei dem das Konzept ein Gewicht von 70 Prozent hat.

Hamburg soll im Bereich von Elbbrücken und Billebecken nicht nur neuen Büro- und Gewerberaum bekommen, sondern einen repräsentativen Eingang zur inneren Stadt. Dafür wird in den nächsten Monaten ein städtebauliches Verfahren ausgelobt, in dem es auch um den Rückbau des ausladenden Autobahnkleeblattes an der Billhorner Brückenstraße gehen soll. Dann wäre Platz für neue Gewerbeflächen und in deren Lärmschatten auch für Wohnungen.

Nebenan, auf dem Areal des „Neuen Huckepackbahnhofs“, warten elf Hektar Fläche auf ihre neue Bestimmung. 2.500 bis 3.000 Arbeitsplätze sind dort möglich, die ebenfalls von den neuen ÖPNV-Möglichkeiten profitieren werden.

Wohnen und Arbeiten auf dem Grasbrook

Ebenfalls in Sichtnähe – jenseits der Elbe – liegt das Wachstumsareal der Zukunft: der Kleine Grasbrook. 46 Hektar Fläche erlauben eine Menge Gewerbegebäude, Wohnungen oder auch Forschungsstätten. Die Dimensionen sind beachtlich: 16.000 Arbeitsplätze, 3.000 Wohnungen, dazu Läden, eine Grundschule und eine Kita können auf dem Areal Platz finden, das seit Hamburgs Olympiaplänen in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt ist. In der Summe sind es 880.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche, und damit rund ein Drittel dessen, was die HafenCity im Endausbau bietet.

In dieser Aufzählung fehlt allerdings ein prestigeträchtiges Projekt: das Deutsche Hafenmuseum. Die Chancen stehen gut, dass es seine neue Heimat auf dem Grasbrook finden wird. Es soll 2024/25 eröffnet werden. Der Bundestag hat dafür eine stattliche Summe in Aussicht gestellt: rund 120 Millionen Euro.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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