Ein freundlich lächelnder Mann mittleren Alters mit Vollbart trägt ein weißes Hemd und ein blaues Sakko. Er steht vor einer strukturierten Holzwand, die einen professionellen Hintergrund für das Porträt bildet.
Matthias Winkler, Fraunhofer IBP (Quelle: Fraunhofer IBP)

2026-08-03T11:42:32.623Z Hitze-Hotspots identifizieren

Ein Simulationsmodell des Fraunhofer-Instituts IBP zeigt, wo das Geld für Klimaanpassungsmaßnahmen am sinnvollsten eingesetzt wird.

Die Anpassung an den Klimawandel ist unvermeidlich. Viele Kommunen planen und realisieren Maßnahmen – aber wird das Geld dafür wirklich immer an der richtigen Stelle eingesetzt? Natürlich nicht. Damit sich das ändert, hat das Fraunhofer-Institut für Bauphysik ein Simulationsmodell entwickelt. Über Klimaanpassung und ihre Optimierung sprach immobilienmanager mit Matthias Winkler, Gruppenleitung Stadtbauphysikalische Modellierung beim Fraunhofer IBP.

Wenn sich Kommunen an den Klimawandel anpassen möchten – wie läuft die Entscheidung für Maßnahmen normalerweise ab?

Matthias Winkler: Das ist in der Regel politisch-administrativ getrieben. Häufig spielen Förderprogramme oder rechtliche Vorgaben eine wichtige Rolle – etwa Hitzeaktionspläne, Klimaanpassungskonzepte, Klimaschutzkonzepte oder Vorgaben aus dem EU- und Bundesrecht. Auf kommunaler Ebene gibt es zudem konkrete Festsetzungen, zum Beispiel in Flächennutzungs- oder Bebauungsplänen zu Begrünungsraten, Fassadengestaltung oder Entsiegelung.

An welche praktische Grenzen können Maßnahmen wie Begrünung oder Entsiegelung stoßen?

Matthias Winkler: Ein Baum braucht Wurzelraum. Im Boden liegen Leitungen. Es gibt Flächenkonkurrenzen, etwa mit Parkplätzen oder anderen Nutzungen. Deshalb bleibt von großen Plänen am Ende manchmal nur ein Teil übrig. Der Trend geht aber klar dahin, Maßnahmen systematischer und datenbasierter zu bewerten: nicht einfach zehn Bäume auf einen Platz setzen, sondern prüfen, wo sie am meisten Wirkung entfalten und wie sie mit anderen Maßnahmen kombiniert werden können.

Wie lässt sich die Wirksamkeit solcher Maßnahmen verbessern?

Matthias Winkler: Ich möchte vier Punkte nennen.

● Erstens braucht es eine Standortanalyse, weil Maßnahmen nicht überall gleich wirken. Pflanzen beispielsweise sind je nach Standort und klimatischen Bedingungen unterschiedlich

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zuletzt editiert am 03. August 2026
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