Bonn und Osnabrück? Oder doch lieber München und Frankfurt? Im Risiko-Rendite-Ranking 2016 zeigen sich Deutschland's attraktivste Standorte für Wohninvestments.
Bonn, Wolfsburg und Osnabrück weisen für Investitionen in wohnwirtschaftliche Bestandsliegenschaften aktuell die attraktivsten Rahmenbedingungen in Deutschland auf. Dasselbe gilt für Wolfsburg, Bremen und Mannheim bei Neubauimmobilien. Hier können Renditen erzielt werden, die deutlich über den von Dr. Lübke & Kelber ermittelten Mindestrenditen liegen, die das jeweilige Standortrisiko berücksichtigen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Risiko-Rendite-Rankings 2016 der Dr. Lübke & Kelber GmbH, für das insgesamt 110 deutsche Standorte, darunter die Top-7-Städte, untersucht wurden.
Die unter Einsatz einer ausgewogenen langfristigen Finanzierung erzielbaren Eigenkapitalrenditen von Bestandsobjekten in den Städten Bonn, Wolfsburg und Osnabrück übersteigen in dieser Reihenfolge am deutlichsten die von Dr. Lübke & Kelber ermittelte Mindestrendite. An diesen Standorten offenbart das Ranking besonders vorteilhafte Risiko-Rendite-Verhältnisse für Investoren.
München und Frankfurt erfordern niedrigste Risikozuschläge
Im Rahmen der Gesamtstudie ermittelte Dr. Lübke & Kelber Risikozuschläge für jede untersuchte Stadt, die erhöht um den jeweiligen risikolosen Zins, die erforderliche Mindestrendite am Standort ergeben. Der risikolose Zins wurde auf Basis einer 10-jährigen Bundesanleihe im Durchschnitt der letzten zehn Jahre zuzüglich Kaufnebenkosten ermittelt. Daraus ergibt sich je nach Grunderwerbsteuersatz des Landes eine rechnerische risikolose Zinsspanne zwischen 2,95 und 3,25 Prozent.
In den Risikozuschlag je Standort flossen die Entwicklung der Bevölkerung, der sozioökonomischen Bedingungen, des Wohnungsmarkts, die aktuellen Miet- und Kaufpreise sowie die Nachfrage nach Wohnraum ein.
München und Frankfurt sind die risikoärmsten Städte in diesem Vergleich. Dr. Lübke & Kelber ermittelte für die beiden Metropolen Risikozuschläge von 0,2 beziehungsweise 0,5 Prozentpunkten. Auf den Plätzen drei und fünf führen Ingolstadt (0,6 Prozentpunkte) und Regensburg (0,7 Prozentpunkte) als erste der sogenannten B-Standorte das Feld an. Auf den Plätzen vier und sechs positionieren sich wiederum die A-Standorte Stuttgart und Hamburg (0,6 Prozentpunkte bzw. 0,7 Prozentpunkte).
Wohnimmobilien auf Grund attraktiver Zinslandschaft weiter attraktiv
Für das Risiko-Rendite-Ranking wurde eine Eigenkapitalquote von 40 Prozent bei einem auf zehn Jahre fixierten Zins von 1,15 Prozent für das Fremdkapital zugrunde gelegt. Im Bestandssegment konnten dabei in nahezu allen der 110 untersuchten Städte Eigenkapitalrenditen von deutlich über vier Prozent erzielt werden – im Neubausegment immerhin noch deutlich mehr als drei Prozent.
So ergeben sich auch abseits der Top-7-Städte attraktive Investitionsstandorte. „Die ‚hidden champions‘ für das Bestandssegment Bonn, Wolfsburg und Osnabrück sowie für das Neubausegment Wolfsburg, Bremen und Mannheim sind die Paradebeispiele“, erklärt Ulrich Jacke, Geschäftsführer der Dr. Lübke & Kelber GmbH, einem auf Immobilieninvestitionen spezialisierten Asset Manager und Transaktionsberater.
