Wie intelligente Software Ihren Mitarbeitern hilft, erklärt Dr. Westphal in seinem Gastbeitrag. (Bild: nattanan23/Pixabay)
Wie intelligente Software Ihren Mitarbeitern hilft, erklärt Dr. Westphal in seinem Gastbeitrag. (Bild: nattanan23/Pixabay)

Digitalisierung

19. August 2021 | Teilen auf:

Heute entscheidet sich der Büroalltag von morgen

Wie Unternehmen mit intelligenter Software eine innovative New Work Atmosphäre erschaffen – und somit ganz nebenbei ihre Arbeitgeberattraktivität erhöhen. Ein Beitrag von Dr. Ing. Christian Westphal, CEO Crem Solutions. 

Corona ist einer der treibenden Katalysatoren für viele der aktuell zu beobachtenden Veränderungen – auch und besonders in der Arbeitswelt. Viele dieser scheinbar erzwungenen Veränderungen werden langfristige Auswirkungen haben, gerade wenn es um die Art und Weise unseres Arbeitsalltages geht.  

Die staatliche Homeoffice-Pflicht hierzulande ist zwar (aktuell – Stand Juli 2021) ausgesetzt, der Wunsch nach flexiblen und vor allem mobilen Arbeitslösungen bleibt aber weiterhin bestehen. Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung EY überlegen mehr als die Hälfte der 16.000 Befragten, sich eine neue Arbeitsstätte zu suchen, sofern ihre Arbeitgeber zu den früheren starren Arbeitsmodellen zurückkehren möchten.

New Work ist längst aus den Kinderschuhen der Start-ups gewachsen, hat seinen Buzzword-Charakter abgelegt und Einzug in der breiten Arbeitswelt gehalten. Dieser Umbruch beruht auf einem neuen Verständnis für die Arbeitswelt per se, für ein neues Miteinander der Kollegen sowie für den Arbeitsplatz, der agile, dynamische und flexible Arbeitsweisen – Hybrid Work – ermöglichen muss. Die Bausteine für diesen Veränderungsprozess gibt es längst: Hard- und Software, die einen bedarfsgerecht digitalisierten Büroalltag in und außerhalb des Office ermöglichen. Sie prägen und definieren die Arbeitswelt von Morgen.

Büro bekommt anderen Stellenwert

Das klassische Büro hat keineswegs vollständig ausgedient, es hat jedoch Vielerorts einen anderen Stellenwert bekommen. Der Bedarf an verfügbaren Arbeitsplätzen und stationärer Ausstattung hat sich mit der Zeit gewandelt. Schon vor der Pandemie war eine durchschnittliche Bürofläche nur zu 40 Prozent ausgelastet. Heute plant schon lange nicht mehr jeder Mitarbeiter seinen Arbeitsalltag volle fünf Tage pro Woche zu je acht Stunden lang an einem festen Sitzplatz im Büro zu verbringen. Gefragt ist das flexible Zusammenspiel von Firmenbüro und Mobile Office. Zwar wollen viele Mitarbeiter agil und uneingeschränkt arbeiten, sie benötigen aber auch eine Homebase innerhalb der Bürofläche, die sie tage- oder stundenweise nutzen können.

Um dies zu ermöglichen und sinnstiftende Veränderungsprozesse anstoßen zu können, muss sich nicht nur das Verständnis von Arbeiten ändern, sondern auch die Infrastruktur eines bestehenden Büros angepasst werden. Feste Arbeitsplätze müssen zu agilen Arbeitsinseln umgewandelt, Großraumbüros neustrukturiert und Begegnungsstätten geschaffen werden – jede Branche und jedes Team benötigen hier maßgeschneiderte Lösungen, die auf ihre Bedürfnisse und Arbeitsweisen zugeschnitten sind. Innovative und flexible Veränderungen ermöglichen effizientes, aber auch gesundes und sicheres Arbeiten.

Wie intelligente Software Mitarbeitern hilft

Sämtliche Entscheidungen und Veränderungen innerhalb der Büroflächen sollten auf das jeweilige Team und deren Bedürfnisse angepasst sein. Mit Hilfe von smarten Technologien wird für die verlässliche Planung der künftigen Arbeitsräumlichkeiten die Basis geschaffen. Sensoren erfassen alle relevanten Nutzer- und Gebäudedaten und lassen sich anschließend auswerten. Per Touchpoint oder App können freie Arbeitsplätze abgefragt werden, deren Klimatisierung oder die Verfügbarkeit von Konferenzräumen überprüft werden. Das schafft nicht nur ein effizientes, transparentes und angenehmes Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter, es hilft auch dabei, Anpassungen innerhalb der Arbeitsflächen zu überwachen und gegebenenfalls nachzusteuern.

Als Nervensystem eines Gebäudes sorgt smarte Sensorik auch für die Automatisierung von Prozessen, was sich positiv auf das gesamte Gebäudemanagement auswirkt. So können Reinigung und Wartung zielgerichtet eingesetzt werden, wodurch sowohl Ressourcen als auch Kosten eingespart werden. Für die Implementierung der Sensorik müssen Büroflächen keineswegs aufwendig umgebaut werden. Die Technik lässt sich einfach und im laufenden Regelbetrieb integrieren, was sowohl Zeit als auch Nerven schont.

Neben den optimierten Kosten steigern sich durch die Implementierung von intelligenter Flächenmanagement-Software auch die Vermietbarkeit und langfristig auch die Erträge einer Immobilie. Der Einsatz von Smart-Building-Software von Crem Solutions sorgt durch korrektes Lüften und Heizen dafür, dass das Gebäude stets klimaoptimiert ist. Das führt zu einer längeren Instandhaltung der Immobilie und verringert Kosten.

Positive Effekte auf ESG

Das gezielte und vor allem kontrollierte Belüften und Beheizen einer Immobilie wirkt sich nicht nur positiv auf das Gebäude und die Mitarbeiter aus, sondern hat auch einen positiven Effekt auf die Klimabilanz. Die Integration einer Smart-Building-Software bietet einen sinnvollen Impuls für die ESG-Bilanz eines Unternehmens und führt dazu, dass diese Richtlinien zukünftig besser einhalten werden können.

Kollaboratives Arbeiten wird maßgeblich von der Arbeitsumgebung beeinflusst. Die Schaffung von Möglichkeiten für gemeinsames Arbeiten sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen insgesamt wirken sich positiv auf die sozialen Strukturen innerhalb des Unternehmens aus. Dank real-time Datenübermittlung schaffen es Smart-Building-Plattformen, positiven Einfluss auf das Risiko- und Reputationsmanagement eines Unternehmens zu nehmen.

Dank der Ermittlung des exakten Flächenbedarfs eines Unternehmens und der damit einhergehenden Optimierung der Büroflächennutzung rentiert sich die Investition in intelligente Gebäude-Software oft bereits nach kurzer Zeit.  Durch datenbasierte und gezielte Anpassungen können Miet-, Strom- und Heizkosten gesenkt werden. Zudem ist die Implementation von intelligenter Gebäude-Software als eine Investition in die Zukunft der Bürofläche zu verstehen.

Gastautor Dr. Christian Westphal (Bild: CREM Solutions)

Eins ist klar: Büros werden auch in Zukunft einen festen Bestandteil der Arbeitswelt bilden. Zwar wecken die vergangenen Monate Eindruck, dass die stationären Flächen obsolet werden – eine Studie von Deutsche Bank Research geht jedoch nur von einer Homeoffice-Quote von 29 Prozent für dieses und kommendes Jahr aus. Diese Prognose bestätigt, dass ein neues Verständnis von Arbeitsflächen keinesfalls bedeuten wird, dass niemand mehr ins Büro gehen wird. Der Bedarf an Büroflächen wird hierzulande sogar noch weiter steigen, da die Zahl, der in einem Büro-Setting Beschäftigten überproportional zunehmen wird. Smarte Entscheidungen und datenbasierte Veränderungen sind also unabdingbar, um diesem Wachstum gerecht werden zu können und neue Arbeitsmodelle nachhaltig umsetzen zu können.

Das Büro ist dank New Work also beileibe kein Auslaufmodell. Smart-Building-Software macht es nur anders. Und vor allem besser.

Ein Beitrag von Dr. Ing. Christian Westphal, CEO Crem Solutions.