In Bochum ensteht das neue Geschäftsquartier „Viktoria Karree" am bisherigen Standort der Justizverwaltung am Husemannplatz. Den Zuschlag erhielt die HBB Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft.
Kurze Zeit nach dem Auszug der Justizverwaltung an der Viktoriastraße in Bochum können die Bagger für die Entwicklung eines neuen Geschäftsquartiers anrollen. Der Rat der Stadt Bochum hat in seiner Sitzung am 26. April die entscheidenden Weichen gestellt und sich mehrheitlich für das städtebauliche Konzept der HBB Gruppe aus Hamburg entschieden.
Nach jahrelanger Diskussion um die Zukunft des Standortes kann die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB) noch in diesem Jahr mit dem Abriss des innerstädtischen Quartiers beginnen. Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch begrüßt das Bauvorhaben: „Das Viktoria Karree ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Innenstadt." Geplant ist ein Mix aus Handel, Hotel, Gastronomie, Dienstleistung und Freizeitangeboten.
Verantwortlich für die Planung des „Viktoria Karree" ist das international tätige Architekturbüro RKW Architektur+ aus Düsseldorf. Auf den ersten beiden Ebenen werden neue Handelskonzepte mit großflächigen Mietern entstehen. Der Handel wird ergänzt durch mehrere Gastronomie- und Dienstleistungsangebote sowie ein Fitnesszentrum. Eine Tiefgarage mit rund 500 Parkplätzen auf zwei Ebenen schafft Platz für die Besucher. Sie wird mit dem städtischen Tiefgaragensystem verbunden sein und von der Bochum Wirtschaftsentwicklung, Bochums größtem Parkhausbetreiber, bewirtschaftet werden.
In den oberen Geschossen werden flexible Büroflächen für unterschiedliche Nutzer errichtet. Die Stadt Bochum wird ebenfalls Mieter im Komplex. Abgerundet wird der Nutzungsmix durch ein modernes Marken-Hotel einer internationalen Hotelgruppe. Betreiber wird die expandierende Hotelgruppe Tristar aus Berlin, die ein in Bochum bisher nicht vertretenes Drei-Sterne-Hotel eröffnen wird.
Zügige Umsetzung und bald den Telekom-Block?
Mit der Umsetzung des Projektes kann bald begonnen werden. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, wird der Hochbau umgehend starten. Die Eröffnung des Projektes ist für das Jahr 2021 geplant. Insgesamt bietet das Viktoria Karree eetwa 38.000 Quadratmeter Mietfläche. HBB investiert in das Projekt rund 150 Millionen Euro. Harald Ortner, Geschäftsführer der HBB: ,,Die gesamte City wird durch das Quartier nach Jahren des Stillstandes einen riesigen Schub erfahren. Ich bin sicher, dass wir im nächsten Schritt gemeinsam mit unseren Nachbarn und der Stadt auch noch den sogenannten Telekom-Block entwickeln werden."
