Die Visualisierung zeigt den Blick auf das geplante Hammer Heart links und rechts der Nordkanalstraße. Im Vordergrund ein Solitär zur gastronomischen und kulturellen Nutzung. (Bild: Grau Visuals)
Die Visualisierung zeigt den Blick auf das geplante Hammer Heart links und rechts der Nordkanalstraße. Im Vordergrund ein Solitär zur gastronomischen und kulturellen Nutzung. (Bild: Grau Visuals)

Projekte

24. November 2021 | Teilen auf:

Hamburg: Entwurf für 200-Millionen-Euro-Projekt vorgestellt

ABG und Köhler & von Bargen planen in Hamburg-Hammerbrook mehrere neue Gebäude für Büros, Cafés und kulturelle Nutzung.

Architektonische Vielfalt statt städtebaulicher Monotonie an einer der meistfrequentierten Magistralen Hamburgs: Am S-Bahn-Viadukt an der Spaldingstraße und Nordkanalstraße in Hammerbrook soll ein urbaner Zukunftsort für New Work entstehen.

An der Kreuzung Hammerbrookstraße sind mehrere neue Gebäude für Büros, Cafés und kulturelle Nutzung geplant. Oberbaudirektor Franz-Josef Höing, Fachamtsleiter Stadt- und Landschaftsplanung Michael Mathe sowie das Joint Venture der ABG Real Estate Group und der Köhler & von Bargen Unternehmensgruppe als Eigentümer der Grundstücke stellten die Planungen vor. Eine Jury hatte den Entwurf für das auf den Namen "Hammer Heart" getaufte Ensemble des Berliner Architekten Jan Wiese in einem zweiphasigen Werkstattverfahren mit zehn teilnehmenden Büros Ende Oktober zum Sieger gekürt.

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg, kommentiert: „Ich bin sehr zufrieden mit der stimmigen Herleitung der Gebäudekörper aus dem städtebaulichen Umfeld. Die architektonische Gestik ist äußerst fein und überzeugt mit einer gewissen Leichtigkeit. Die gute Proportionierung des Sockels im Verhältnis zur Bahntrasse und der Gebäudekörper untereinander sind große Stärken des Entwurfs. Es freut mich sehr, dass wir damit eine belastbare Grundlage für die weiteren planerische Schritte gefunden haben und nun an dieser hochzentralen, pulsierenden Stelle Hamburgs ein vielfältiger Ort für neue Arbeitswelten gemischt mit kulturellen Nutzungen entstehen kann.“

Insgesamt geht es um eine Grundstücksfläche von knapp 4.100 Quadratmetern. Das erste rund 2.450 Quadratmeter große Areal des Joint Ventures liegt zwischen Spaldingstraße und Nordkanalstraße, das zweite rund 1.640 Quadratmeter große Grundstück zwischen Nordkanalstraße und Albertstraße. Die neuen Gebäude sollen eine Bruttogeschossfläche von insgesamt etwa 29.000 Quadratmetern umfassen.

„Wir haben uns in einem Joint Venture partnerschaftlich miteinander verbunden, um dem Ort gemeinsam einen starken Impuls zu geben“, sagt Ulrich Höller, Geschäftsführender Gesellschafter der ABG Real Estate Group. „Der Entwurf von Jan Wiese bricht mit der heute recht eintönigen Blockrandbebauung. Er hat das Potenzial, den Standort durch Aufsehen erregende Gestaltung sowie öffentliche Nutzungsangebote attraktiv zu beleben und ihm einen zukunftsweisenden Dreh zu geben.“

Die Bestandsbebauung an der Spaldingstraße diente in den vergangenen Jahrzehnten unterschiedlichen Nutzungen, von Büros bis Hotels. Das Joint Venture hatte die Immobilie 2018 erworben und zur Zwischennutzung der gemeinnützigen Gesellschaft OZM für Werkräume und Ausstellungen überlassen. Das zweite Bestandsgebäude an der Albertstraße ist noch vermietet. Das Joint Venture hatte es 2020 gekauft. Die Bestandsbauten werden der Neuentwicklung weichen.

Der Bezirk Hamburg-Mitte wird nun für die Realisierung den Entwurf eines Bebauungsplanverfahrens vorbereiten. Der Beginn der Hochbauarbeiten wird nicht vor Ende 2024 erfolgen. Mit der Fertigstellung der Neubauten wäre dementsprechend im Jahr 2027 zu rechnen. Das Projektvolumen beträgt rund 200 Millionen Euro.

zuletzt editiert am 24.11.2021