Nur im ersten Halbjahr 2007 wurden in Deutschland mehr Immobilien verkauft als im bisherigen Jahresverlauf. Für JLL-Deutschland-Chef Timo Tschammler ergeben sich aus den aktuellen Zahlen fünf Lektionen.
Sommerzeit ist die Zeit der Marktberichte. Die Halbjahresbilanzen stehen an und vor allem an den Top-Standorten für Immobilien in Deutschland wird im Juli resümiert, wie die ersten sechs Monate des Jahres gelaufen sind. Das gilt auch für das Investmentgeschäft, das seit Januar weiter zugelegt hat. Mit 25,8 Milliarden Euro Transaktionsvolumen übertrafen die Märkte das ohnehin gute Vorjahresergebnis noch einmal um 47 Prozent. Nur im ersten Halbjahr 2007 wurden laut JLL in Deutschland noch mehr Immobilien verkauft.
Fünf Lektionen von JLL Deutschland-Chef Timo Tschammler zum Investmentmarkt im ersten Halbjahr
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Zurückhaltende Käufer : Investoren legen sich selbst eine gewisse Vorsicht auf und halten ein gewisses Liquiditätspolster für kurzfristige Risiken oder einen unerwartet schnellen Zinsanstieg vor. Für viele Eigentümer würden sich bei dem gegenwärtigen Preisniveau zwar hohe Wertzuwächse realisieren lassen. Dennoch unterbleibt ein Verkauf oftmals, weil die Verkäufer dann nicht wissen, wie sie das Kapital wieder reinvestieren sollen.
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Mehr Paket-Deals : Portfolio-Transaktionen legten mit einem Plus von 92 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 9,4 Milliarden Euro überdurchschnittlich stark zu. Die fünf größten Transaktionen des ersten Halbjahres waren allesamt Portfolio-Transaktionen – mit dem Verkauf des deutschen Anteils von 74 Logistikimmobilien von Blackstone an CIC für rund 1,9 Milliarden Euro an der Spitze.
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Asiaten kommen : Vor allem institutionelle Investoren aus dem asiatischen Raum sind vermehrt am Markt aktiv und suchen vor allem Größe. Immerhin konnten vier Transaktionen jenseits der 100-Millionen-Euro-Grenze im zweiten Quartal beobachtet werden, bei denen Investoren aus Asien direkt als Käufer in Erscheinung traten: der Verkauf des Pullmann-Hotels in München an einen Investor aus Singapur, die Zalando-Zentrale in Berlin an einen südkoreanischen Investor und wie oben schon erwähnt, die Logicor-Platform von Blackstone an CIC aus China.
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Weniger Wachstum in den Top-7 : Der Löwenanteil des Umsatzanstiegs fand außerhalb der Immobilienhochburgen statt. Während die Top-7 bei 12,4 Milliarden Euro Umsatz ein Plus von 30 Prozent verbuchen, fiel es mit 66 Prozent (13,4 Milliarden Euro) außerhalb der Zentren höher aus. Offensichtlich findet eine Risikoausweitung statt, die sich in erster Linie in einer Ausweitung des geographischen Fokus manifestiert.
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Assetklasse entscheidet, wo Investoren kaufen : Büros und Hotels werden in den Big 7 gekauft , hier liegen die Anteile am deutschlandweiten Transaktionsvolumen bei 69 beziehungsweise 63 Prozent. Investments in Einzelhandels-, Pflege- und Logistikimmobilien finden dagegen auch außerhalb statt - Anteile liegen bei 82 Prozent, 83 Prozent und 66 Prozent.
Übersicht: Die wichtigsten Zahlen zum Investmentmarkt im ersten Halbjahr


