Das Softwareunternehmen Jet Brains verlegt seinen München-Sitz ins Rufhaus und mietet komplettes Gebäude von Commerz Real und Hines.
Wie Commerz Real und Hines mitteilen, hat sich das internationale Softwarehaus Jet Brains entschlossen, seinen Münchner Sitz in das sogenannte Rufhaus zu verlegen, und dafür das gesamte Gebäude mit rund 21.500 Quadratmetern für mindestens zwölf Jahre zu mieten.
Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Amsterdam fertigt intelligente Werkzeuge für die Softwareentwicklung. In München ist Jet Brains bislang mit einem zentralen Ingenieur- und Innovationszentrum im Christoph-Rapparini-Bogen 23 in Neuhausen-Nymphenburg ansässig. Dort arbeiten etwa 500 Mitarbeiter auf rund 14.000 Quadratmetern für fast alle Jet Brains-Produkte sowie in den Bereichen Marketing, Design und Verwaltung. Die neuen Flächen im Tucherpark sollen ab 2029 bezogen werden und zusätzliche Kapazitäten sowie ein passendes Umfeld für weiteres Wachstum auf etwa 750 Mitarbeiter schaffen.
Bei dem Rufhaus – ehemals Technisches Zentrum der Hypovereinsbank (HVB) – handelt es sich um ein 1972 vom Tucherpark-Architekten Sep Ruf geschaffenes denkmalgeschütztes Gebäude am Eisbach. Es wird derzeit im Rahmen der Weiterentwicklung des gesamten Quartiers umfassend saniert und in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt. Die Revitalisierung wird vom niederländischen Architekturbüro Kempe Thill begleitet. Nach der Fertigstellung ist ein CO2-neutraler Betrieb des Gebäudes angestrebt; die entsprechenden Konzepte werden derzeit geprüft. Jet Brains wird den Mieterausbau selbst übernehmen und hat mit der Gesamtplanung das Münchner Büro der europäischen Architekturgruppe Mirror beauftragt. Dieses war als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen, den Jet Brains parallel zu den Mietverhandlungen veranstaltete.
„Nachdem die Eröffnung der KI-Fabrik bereits eine enorme Signalwirkung entfaltete, setzen wir mit Jet Brains nunmehr einen weiteren starken Akzent für München als High-Tech-Standort“, freut sich Mario Schüttauf, Geschäftsführer der Commerz Real Investmentgesellschaft und Manager des Immobilienfonds Hausinvest, zu dessen Portfolio der Tucherpark in einem Joint Venture mit Hines gehört. Führende Tech-Konzerne wie Apple, Microsoft und Meta haben bereits jetzt in München Standorte eröffnet. Hinzu kommen renommierte Forschungsinstitutionen wie das Münchner Technologiezentrum (MTZ) und der Campus Garching der Technischen Universität. Anfang Februar war im ehemaligen Rechenzentrum der HVB eine der ersten sogenannten KI-Fabriken Deutschlands und die erste in Bayern in Betrieb gegangen. Hierzu hatten die Commerz Real und Hines mit dem Betreiber Polarise einen Mietvertrag über 13 Jahre unterzeichnet. Ankernutzer der ersten Ausbaustufe ist die Telekom-Tochter T-Systems.
JLL war bei der Vermietung als Maklerunternehmen beratend tätig. Die Mietverhandlungen für Jet Brains führte das Unternehmen KVL Projektentwicklung Plus, Hogan Lovells leistete Rechtsberatung.
