Finanzierung 2016-04-22T00:00:00Z Geldwäsche: anfällige Immobilienbranche

Laut einer Studie der Universität Halle sind Immobilien in Sachen Geldwäsche ein Hoch-Risiko-Segment.

Immobiliengeschäfte werden besonders häufig zur Geldwäsche genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die Universität Halle im Auftrag des Bundesfinanzministeriums erstellt hat. Demnach ist die Immobilienbranche ein Hoch-Risiko-Sektor. Laut der Studie gehört die Branche zum sogenannten Nichtfinanzsektor, dem insgesamt 28.000 Verdachtsfälle pro Jahr zugerechnet werden. Die entsprechen einem Volumen von 30 Milliarden Euro. Tatsächlich angezeigt werden jedoch nur 250 Fälle.  
 
Das Geldwäschegesetz nimmt eigentlich vor allem die Makler in die Pflicht, Auffälligkeiten wie hohe Barzahlungen zu melden. Rudolf Koch, Experte und früher IVD-Vizepräsident, vermutete jedoch bereits in der Februar-Ausgabe von immobilienmanager: "Höchstens jeder vierte Makler weiß, worum es beim Geldwäschegesetz geht." Er geht davon aus, dass durch die vierte EU-Richtlinie das Gesetz zwar nochmal komplizierter, dafür für die Makler aber günstiger werden dürfte.
 
Den Beitrag über das Geldwäschegesetz aus der Februar-Ausgabe von immobilienmanager können Sie auch online lesen: Geldwäschegesetz: Makler als Detektive

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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