Die Fotografin prägte viele Jahre lang das Bild der Immobilienwirtschaft.
Am Mittwoch, den 10. Oktober, verstarb die Fotografin Gaby Sommer. Über viele Jahre hinweg prägten ihre Bilder die Kommunikation in und über die professionelle Immobilienwirtschaft. 1997 gewann der damalige Chefredakteur Andreas Schiller sie als freie Fotografin für unser Fachmagazin immobilienmanager.
In der Fotografenszene war Gaby Sommer – das lässt sich ohne Übertreibung sagen – ein Star. Ihr Bild vom Bruderkuss zwischen Erich Honecker und Michael Gorbatschow ging um die Welt. Von 1980 bis 1983 arbeitete sie für Associated Press und danach als Fotokorrespondentin für die französische Agentur Gamma. Ab 1985 schoss sie ihre Fotos für Reuters in Berlin und Bonn und avancierte danach zur ersten Reuters-Fotokorrespondentin in der damaligen DDR.
Im Lauf ihrer Karriere gelangen ihr regelmäßig bewegende und authentische Bilder berühmter Politiker, beispielsweise eine schallend lachende Margarte Thatcher und eine nachdenkliche Queen Elisabeth II. Aber auch Schauspieler wie Jean Paul Belmondo gehören zu ihrem Portfolio. In der Immobilienbranche portraitierte Gaby Sommer prominente Unternehmer, Manager und Architekten. Wichtig war ihr immer der persönliche Zugang: Wie nah sie Menschen sein konnte, zeigt unter anderem die für immobilienmanager von ihr fotografierte Serie „Ein Tag im Leben von …“, für die sie führende Persönlichkeiten der Branche über einen Arbeitstag hinweg mit der Kamera begleitete.
Ab 2002 widmete sich Gaby Sommer verstärkt auch der Landschaftsfotografie. Der Rhein und sein Einzugsgebiet lieferten der in Lierschied/Loreley beheimateten Ausnahmefotografin zauberhafte Motive. Gaby Sommer wurde 58 Jahre alt.
