Der Europa-Allee-Tower in Frankfurt gehört zu den 30 Nominierten für den Internationalen Hochhaus Preis 2026/27.
Der Europa-Allee-Tower in Frankfurt am Main gehört zu den 30 Nominierten für den Internationalen Hochhaus Preis (IHP) 2026/27. Das Hochhaus, entworfen von CMA Cyrus Moser Architekten, ist das einzige deutsche Projekt auf der diesjährigen Nominierungsliste.
Aus mehr als 1.000 weltweit fertiggestellten Hochhäusern der vergangenen zwei Jahre wählte das Deutsche Architekturmuseum (DAM) gemeinsam mit seinen Partnern 30 Projekte aus zwölf Ländern aus. Die fünf Finalisten sollen im Herbst bekannt gegeben werden. Die Preisverleihung findet am 3. November 2026 in der Frankfurter Paulskirche statt.

Deutsche Architekturbüros mehrfach vertreten
Auch wenn nur ein Gebäude aus Deutschland nominiert wurde, spielen deutsche Planer bei mehreren Projekten eine Rolle. So stammen unter anderem die Entwürfe für das Hetao Innovation Center in Shenzhen von Schneider + Schumacher aus Frankfurt sowie für das CITIC International Building in Shenzhen von GMP aus Berlin.
Mit dem Büro Ole Scheeren aus Berlin ist zudem ein weiteres Architekturbüro mit Deutschland-Bezug unter den Nominierten vertreten. Scheeren zeichnete für den Entwurf des Hochhauses The Axiom in Shanghai verantwortlich.
Nach Angaben des DAM bestätigt die diesjährige Auswahl mehrere Entwicklungen im internationalen Hochhausbau. Besonders häufig vertreten sind mischgenutzte Gebäude, die Wohnen, Arbeiten und öffentliche Nutzungen miteinander verbinden.
Zudem gewinnen Begrünungskonzepte und die Weiterentwicklung bestehender Standorte zunehmend an Bedeutung. Der Umgang mit knappen Flächenressourcen und nachhaltigen Bauweisen zählt mittlerweile zu den prägenden Themen moderner Hochhausarchitektur.
Asien bleibt wichtigster Hochhausmarkt
Mit 14 Projekten stammt fast die Hälfte aller Nominierten aus Asien, darunter neun aus China. Europa ist mit drei Projekten vertreten: dem Europa-Allee-Tower in Frankfurt, Vienna Twentytwo in Wien und ZIN in Brüssel.
Der Internationale Hochhaus Preis wird seit 22 Jahren von der Stadt Frankfurt, dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank vergeben. Ausgezeichnet werden Hochhäuser mit einer Höhe von mindestens 100 Metern, die architektonische Qualität, Nachhaltigkeit, Innovation und städtebauliche Aspekte miteinander verbinden.