Das neue FAZ-Areal in Frankfurt von der Straße aus gesehen. (Quelle: PE Hellerhöfe /Schmidtploecker)
Das neue FAZ-Areal in Frankfurt von der Straße aus gesehen. (Quelle: PE Hellerhöfe /Schmidtploecker)

Projekte

17. December 2021 | Teilen auf:

650 neue Wohnungen für Frankfurter Gallusviertel

Schmidtploecker Architekten gewinnen den Wettbewerb für das Quartier Hellerhöfe auf dem bisherigen FAZ-Areal.

Das Planungsteam aus Schmidtploecker Architekten (Frankfurt am Main) und den Landschaftsplanern von Lavaland und Treibhaus (beide Berlin) hat den Wettbewerb für das neue Quartier „Hellerhöfe“ in Frankfurt am Main für sich entschieden. Mit ihrem Entwurf für das 2,4 Hektar große Areal an der Mainzer Landstraße konnten sie sich gegen 14 Konkurrenten durchsetzen. Derzeit befindet sich auf dem Grundstück im beliebten Stadtteil Gallus noch der Hauptsitz der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Societät.

Künftig soll dort ein gemischt-urbanes Quartier mit einer Bruttogrundfläche von 82.000 Quadratmetern entstehen. Dazu gehören rund 650 Mietwohnungen, von denen 30 Prozent öffentlich gefördert werden sollen. 17.000 Quadratmeter entfallen auf Büroflächen, 3.500 Quadratmeter sind für Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen. Dazu sind zwei Kindertagesstätten sowie – auf dem Nachbargrundstück – eine neue Schule geplant. Entwickelt wird das Projekt von einem Joint-Venture, in dem sich die bisherigen Nutzer F.A.Z. und Frankfurter Societät mit dem Immobilienunternehmen Bauwens und dem Family Office Daniel Hopp zusammengeschlossen haben. Das neue Quartier wollen die Beteiligten langfristig in den Eigenbestand übernehmen.

Innenhöfe mit bespielbaren Gärten und Grünräumen als Herzstück  

Für das städtebauliche Konzept hatten die Joint-Venture-Partner gemeinsam mit der Stadt Frankfurt den jetzt entschiedenen Architekturwettbewerb ausgelobt. Herzstück der neu entstandenen Innenhöfe sind bespielbare Gärten und Grünflächen, welche die gemeinschaftlichen Außenräume für die Bewohner erlebbar machen. Der etwa 50 Meter hohe Turm an der Mainzer Landstraße bilde einen wohltuenden Akzent in der Straßenflucht, so die Jury.

Aufbauend auf dem Konzept des Siegerentwurfs soll nun zügig Planungsrecht geschaffen werden. Bei der Realisierung der Hochbaumaßnahmen sollen die Architekten der Preisträgerentwürfe beteiligt werden. Das neue Quartier „Hellerhöfe“ soll bis zum Jahr 2027 realisiert werden.

Mit dem zweiten Platz des Wettbewerbs wurde das Team von 03 Architekten und Studio Vulkan Landschaftsarchitektur (beide München) ausgezeichnet. Der dritte Platz ging an die Planer von KBNK Architekten (Hamburg) und BHF Bendfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten (Schwerin).

zuletzt editiert am 17.12.2021