Mainova und ABG wollen in den nächsten 15 Jahren 30 MWp Mieterstromleistung in Frankfurt installieren – ein Ausbau um das Vierfache.
Die Mainova AG und die ABG Frankfurt Holding wollen den Ausbau von Photovoltaik-Mieterstromanlagen auf ihren Liegenschaften in Frankfurt deutlich beschleunigen. Eine entsprechende Absichtserklärung sieht vor, in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren weitere Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 30 Megawatt Peak zu installieren. Damit würde die installierte Leistung gemeinsamer Mieterstromprojekte auf insgesamt 40 Megawatt anwachsen – eine Vervierfachung gegenüber dem heutigen Stand.
Rein rechnerisch ließen sich damit rund 15.000 Zwei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. Die damit verbundenen CO₂-Einsparungen liegen bei über 21.000 Tonnen pro Jahr.
Jährlicher Zubau von 1,5 bis 2 MWp angestrebt
Um das Ziel bis spätestens 2040 zu erreichen, will Mainova pro Jahr rund 1,5 bis 2 Megawatt Peak neue Leistung auf den Dächern von ABG-Liegenschaften installieren. Im laufenden Jahr sollen 119 Gebäude mit einer Gesamtleistung von 2,6 Megawatt Peak ausgestattet werden – unter anderem in der Jaspertstraße, wo eine bestehende Anlage auf 1,3 MWp erweitert wurde. Konkrete Projekte für 2026 sind bereits in der Umsetzung.
Ein Leuchtturmprojekt ist zudem im Klimaschutzquartier Hilgenfeld geplant: Ab 2027 soll dort eine 2,5-Megawatt-Peak-Anlage Ökostrom für rund 860 Wohnungen und Gewerbeflächen liefern. Sie wird nach Fertigstellung die bisher größte Mieterstromanlage Hessens in der Friedrich-Ebert-Siedlung ablösen.
Insgesamt betreibt Mainova derzeit über 650 Mieterstromobjekte in Frankfurt mit einer kombinierten Leistung von mehr als 12 Megawatt Peak. Mehr als 5.000 Haushalte nutzen den lokal erzeugten Strom über den Tarif „Mainova Strom Lokal PV“, der mit dem Label „Grüner Strom“ zertifiziert ist. Mainova übernimmt dabei nicht nur die Installation, sondern auch Betrieb und Abrechnung der Anlagen.
