Polizeipraesidium-Gerchgroup-Hessen-Frankfurt
Beste Lage: das Alte Polizeipräsidium in Frankfurt (Foto: Gerchgroup)

Projekte 2018-03-01T00:00:00Z Frankfurt: Gerchgroup erhält Zuschlag für Altes Polizeipräsidium

Das Land Hessen verkauft das Alte Polizeipräsidium in Frankfurt für über 200 Millionen Euro an die Düsseldorfer Gerchgroup. Die will insgesamt 800 Millionen Euro investieren.

Das Land Hessen verkauft das Alte Polizeipräsidium Frankfurt für 212,5 Millionen Euro an den Düsseldorfer Projektentwickler Gerchgroup AG. An prominenter Stelle in der Stadt soll in den kommenden Jahren ein Gebäudeensemble mit Wohnungen, Büros und einem Hotel entstehen. Außerdem sind eine Kindertagesstätte und eine Turnhalle für die Falkschule geplant.

Die Gerchgroup rechnet nach eigenen Angaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 800 Millionen Euro für die Entwicklung des Alten Polizeipräsidiums. Der Anteil des Wohnens soll bei 40 Prozent der gesamten Geschossfläche liegen, davon 30 Prozent gefördertes Wohnen. Der städtebauliche und architektonische Entwurf wird in einem Wettbewerbsverfahren unter Beteiligung der Stadt Frankfurt ermittelt. Aufgrund der noch anstehenden baurechtlichen und konzeptionellen Themen terminiert die Gerchgroup den Baubeginn derzeit für das Jahr 2022. Eine Fertigstellung des Gesamtprojektes ist dann im Jahr 2026 vorgesehen.

Das Land hatte das Verkaufsverfahren für das Alte Polizeipräsidium erst im Herbst vergangenen Jahres gestartet. Das Interesse war groß. Innerhalb kurzer Zeit gingen über 40 Kaufangebote ein. Der Verkauf wurde von BNP Paribas Real Estate als Transaktionsberater begleitet. Während des Verkaufsverfahrens haben die fünf Bieter in der engeren Auswahl ihre jeweiligen städtebaulichen Konzepte dem Planungsdezernenten der Stadt Frankfurt vorgestellt.

Hintergrund: Das Alte Polizeipräsidium
Beim Areal des Alten Polizeipräsidiums Frankfurt handelt es sich um ein insgesamt über 15.000 Quadratmeter großes Grundstück an der Friedrich-Ebert-Allee/Mainzer Landstraße. Es liegt äußerst zentral an der Nahtstelle von Westend, Bankenviertel sowie Europaviertel und stellt eines der letzten großen Entwicklungsareale in der Frankfurter Innenstadt dar. Auf dem Grundstück befinden sich zahlreiche Gebäude, die seit dem Jahr 2002 leergezogen sind. Die Immobilien stehen zum Teil unter Denkmalschutz, teilweise kann der Bestand auch abgerissen werden.

Grundlage für den Verkauf ist das aktuell bestehende Baurecht. Der derzeit rechtskräftige Bebauungsplan soll geändert werden, um die künftige Nutzung des Areals für ein zeitgemäßes und lebendiges Innenstadtquartier zu definieren. Der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans wurde seitens der Stadt Frankfurt bereits gefasst. Die derzeitig festgelegte Ausnutzung des Grundstücks mit ca. 100.000 Quadratmetern Geschossfläche soll nach den Vorgaben der Stadt auch im geänderten Bebauungsplan beinhaltet sein.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021