Der Anteil von Flexible Workspaces am gesamten europäischen Büroflächenumsatz ist rückläufig, wie eine Auswertung von Savills zeigt.
Im ersten Halbjahr 2023 betrug der Anteil der Flexible Workspaces am gesamten europäischen Büroflächenumsatz nach Angaben von Savills und dessen Spezialisten für Flex Offices und Coworking Spaces "Workthere" circa vier Prozent. Der Wert lag damit unter den sieben Prozent des Vorjahreszeitraums und dem Spitzenwert von acht Prozent im Jahr 2019. Aktivster Teilmarkt bleibt die Londoner City: 13 Prozent des gesamten Büroflächenumsatzes entfielen auf diesen Sektor, gefolgt von Prag (8 %), Amsterdam (6 %), Madrid (5 %) und Warschau (4 %).
Im innerdeutschen Vergleich entfällt im gesamten Halbjahr 2023 der größte Anteil des Büroflächenumsatzes für Flexible Workspaces von rund zwei Prozent auf den Frankfurter Markt, gefolgt von München (1 %) und Berlin (1 %). Der Großteil der Nachfrage von Flexible Workspaces entfällt auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU), da diese einen hohen Expansionsbedarf haben.
Workthere zeigt sich optimistisch
Angesichts der Tatsache, dass die Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber in den letzten drei bis sechs Monaten nachgelassen hat, sei davon auszugehen, dass Unternehmen die benötigte Flächengröße und -qualität für ihre Mitarbeitenden genau abwägen, heißt es in dem Bericht. Diese Optimierung der Arbeitsräumlichkeiten könnte dem Coworking-Space-Segment Rückenwind verschaffen. „Wir sehen europaweit eine Erholung des Flex-Office-Sektors, da sich Unternehmen auch nach der Pandemie weiterhin auf das Kostenmanagement konzentrieren und gleichzeitig versuchen, sich die besten verfügbaren Flächen zu sichern“, erläutert Ed Bouterse, Head of Workthere Europe. Insgesamt gehe man bei Workthere davon aus, dass der Anteil an Flex-Office-Flächen bis 2024 auf fünf bis acht Prozent des Büroflächenumsatzes in Europa ansteigen wird, sobald die Auslastung der Flexible-Workspaces die 85-Prozent-Marke erreicht.
