Richtkranz am Rohbau JEP1
Am Düsseldorfer Büromarkt ist viel los: Gerade wurde Richtfest gefeiert am Values-Projekt JEP 1. Die NRW-Landeshauptstadt verzeichnete im zweiten Quartal Mietanstiege und ein hohes Vermietungsvolumen. (Quelle: © ALH Gruppe / Henk Film & Fotografie, Düsseldorf)

Standorte & Märkte

15. August 2022 | Teilen auf:

Europäische Büromärkte: Düsseldorf in der Spitzengruppe

Die europäischen Spitzenmieten steigen weiter. In Deutschland verzeichnet Düsseldorf die höchsten Zuwächse.

Der europäische Büro-Mietpreisindex im zweiten Quartal 2022 weist einen leichten Aufschwung auf und stieg um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal – und 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Büroflächenumsatz ist gewachsen. Dies hat JLL für seine aktuelle Immobilienuhr ermittelt.

13 der 23 Index-Städte verzeichneten Mietzuwächse, insbesondere Dublin (+8,3 Prozent gegenüber Vorquartal), Prag (+8,3 Prozent gegenüber Vorquartal), Düsseldorf (+5,3 Prozent gegenüber Vorquartal), Rotterdam (+4,1 Prozent gegenüber Vorquartal), Berlin (+3,8 Prozent gegenüber Vorquartal), Mailand (+3,2 Prozent gegenüber Vorquartal), Frankfurt (+2,4 Prozent gegenüber Vorquartal) und Hamburg (+1,6 Prozent gegenüber Vorquartal).

Trotz der anhaltenden Unsicherheiten aufgrund der Ukraine-Krise und steigender Bürokosten in ganz Europa, blieb die Nachfrage auf vielen europäischen Märkten weiterhin robust. Im zweiten Quartal 2022 lag der Büroflächenumsatz mit 2,6 Millionen Quadratmeter ganze 22 Prozent über dem Vorjahreswert – und damit ein Prozent über dem Fünfjahres-Quartalsdurchschnitt.

Die stärksten Zuwächse beim Vermietungsvolumen verzeichneten Den Haag (+877 Prozent gegenüber Vorjahr), Dublin (+134 Prozent gegenüber Vorjahr). Die Top-5-Städte in Deutschland erreichten im zweiten Quartal des Jahres einen Anstieg um 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 780.000 Quadratmeter und kletterten damit auf ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Fünfjahres-Quartalsdurchschnitt. Alle fünf Städte verzeichneten steigende Vermietungsaktivitäten, angeführt von Hamburg (+95 Prozent gegenüber Vorjahr), Düsseldorf (+74 Prozent gegenüber Vorjahr) und München (+56 Prozent gegenüber Vorjahr), gefolgt von Berlin (+33 Prozent gegenüber Vorjahr) und Frankfurt (+14 Prozent gegenüber Vorjahr).

Ebenfalls interessant:

„Bemerkenswerte Abschlüsse wie die Anmietung von 31.000 Quadratmeter durch die Haspa in Hamburg oder von 8.500 Quadratmeter durch die Anwaltskanzlei Noerr in Frankfurt prägten das Vermietungsgeschehen. Trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage sorgten Unternehmen aus Technologie, Biowissenschaften sowie Rechts- und Unternehmensberatungen und auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für Nachfrage. Auch der öffentliche Sektor hat in den letzten Monaten verstärkt für Vermietungsaktivitäten auf dem Büroflächenmarkt gesorgt“, bilanziert Hela Hinrichs, Senior Director EMEA Research & Strategy.

Luxemburg (-72 Prozent gegenüber Vorjahr), Edinburgh (-47 Prozent gegenüber Vorjahr) und Stockholm (-31 Prozent gegenüber Vorjahr) verzeichneten hingegen die stärksten Rückgänge beim Vermietungsvolumen und zählten damit zu den Verlierern im zweiten Quartal.

zuletzt editiert am 15.08.2022