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Deutsche Wohnimmobilien sind bei Investoren weiter sehr gefragt (Foto: Rainer Sturm/Pixelio.de)

Investment 2017-07-05T00:00:00Z Erkenntnisse über Deutschlands Wohninvestmentmarkt

Deutsche Wohnimmobilien sind bei Investoren unverändert heiß begehrt. Aus den Entwicklungen im ersten Halbjahr 2017 lassen sich mehrere Erkenntnisse ziehen.

Das Segment der Wohnimmobilien zählt nach wie vor zu den wichtigsten Anlageklassen auf dem deutschen Immobilienmarkt. Im ersten Halbjahr 2017 kauften nationale und internationale Investoren Wohnungspakete und -anlagen für insgesamt 5,9 Milliarden Euro. Das Transaktionsvolumen legte laut CBRE gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um eine Milliarde Euro beziehungsweise 22 Prozent zu.

Vier Erkenntnisse über den deutschen Wohninvestmentmarkt, die sich aus den aktuellen Zahlen ableiten lassen:

  • Deutsche dominieren : Der hiesige Investmentmarkt mit Wohnportfolios ist zu mehr als vier Fünftel des gesamten Transaktionsvolumens fest in der Hand einheimischer Immobilieninvestoren. Zunehmend drängen allerdings ausländische Investoren in den Markt, denn „ German Resi" gilt dank der hervorragenden Fundamentaldaten und positiver Rahmenbedingungen weiterhin als Hort der Stabilität gilt“, bekräftigt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. das Investorenverhalten.

  • Immer mehr große Deals : Während im ersten Quartal überwiegend Wohnportfolios des mittleren Größensegments im Fokus standen, wurde das zweite Quartal maßgeblich von einer Vielzahl von Portfoliotransaktionen im dreistelligen Millionenbereich geprägt. Das Transaktionsvolumen in der Größenklasse von 100 Millionen Euro und mehr akkumulierte sich in den ersten sechs Monaten auf insgesamt 2,9 Milliarden Euro, knapp die Hälfte des gesamten Investmentvolumens. Insbesondere börsennotierte Immobiliengesellschaften konzentrieren sich immer stärker auf ihre Kernmärkte und zeigten sich in diesem Größensegment mit der Übernahme großer Wohnpakete besonders aktiv.

  • Berlin und NRW im Fokus : Anteilig entfiel fast 30 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens auf die Hauptstadt Berlin. Einen Bedeutungsgewinn erfährt das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Besonders Städte mit einem Wachstumstrend und positiver wirtschaftlicher Entwicklung wie etwa Bonn, Essen, der Großraum Düsseldorf oder Münster werden von Investoren favorisiert. Während in den Topstandorten Produktmangel herrscht, ist in dem am dichtesten besiedelten deutschen Flächenland noch investmentfähiger Bestand verfügbar. Der Wettbewerb ist hier noch weniger ausgeprägt und es lassen sich höhere Renditen erzielen. Insgesamt steigerte sich das allokierte Investmentvolumen in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf nunmehr 1,1 Milliarden Euro.

  • Mehr Fertigstellungen schaffen mehr Kaufobjekte : Das Interesse der Investoren an Projektentwicklungen bleibt hoch. Es gibt laut CBRE einen signifikanten Anstieg der Baufertigstellungen und damit mehr Investment-Möglichkeiten. Mit rund 1,9 Milliarden Euro wurden fast 32 Prozent des Transaktionsvolumens im ersten Halbjahr in Projektentwicklungen – überwiegend via Spezialfonds durch deutsche institutionelle Investoren – investiert und damit der Vorjahreswert um nahezu 40 Prozent deutlich gesteigert. Bemerkenswert ist, dass rund eine Milliarde Euro davon in den etablierten Standorten realisiert wurde. Diese Entwicklung erklärt auch die steigenden Kaufpreise insbesondere in den Ballungsräumen.

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Überblick der wichtigsten Daten zu Wohninvestments (Pakete und Anlagen ab 100 Einheiten) im ersten Halbjahr 2017 (Quelle: CBRE)

Besonders durch die gesteigerten Investmenttätigkeiten in Projektentwicklungen sowie aufgrund hochpreisiger Portfolios stieg der durchschnittliche Kaufpreis pro Wohneinheit auf 126.100 Euro (plus 32 Prozent). Eine ebenfalls rasante Preisentwicklung zeichnete sich bei dem gewichteten Kaufpreis pro Quadratmeter ab. Der durchschnittliche Verkaufspreis notiert nach den ersten sechs Monaten bei 1.980 Euro pro Quadratmeter und liegt mit 29 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert“

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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