Luftaufnahme eines Gebäudedachs mit Solaranlage in einer städtischen Umgebung.
Der Selfstorage-Anbieter My Place hat unter anderem seine Immobilie in Düsseldorf-Bilk mit Photovoltaik ausrüsten lassen und erreicht eine Autarkiequote von bis zu 70 Prozent. (Quelle: Alva Energie)

2026-03-30T08:31:56.318Z EEG-Vergütung geht, Photovoltaik bleibt

Die festen Einspeisevergütungen laufen aus. Mit Eigenverbrauch und Speichern bleibt PV für Gewerbebetriebe dennoch hochprofitabel. Von Alexis Cramm

Der Markt für Solarstrom befindet sich im Umbruch. Ein geleakter EEG-Entwurf (Februar 2026) sieht vor, für Gewerbe-PV-Anlagen ab 25 kWp die feste Einspeisevergütung durch verpflichtende Direktvermarktung zu ersetzen und einen einheitlichen, größenunabhängigen Fördersatz von 6,2 Cent/kWh einzuführen; der Volleinspeiser-Bonus entfällt. Für Gewerbebetriebe gilt: Sie müssen sich bewusst machen, dass Photovoltaiksysteme mittlerweile wirtschaftlich genug sind, um ohne staatliche Schützenhilfe erfolgreich zu sein.

Es ist eine grundlegende Erfahrung der Marktwirtschaft, dass Systeme, die dauerhaft auf künstliche Förderung angewiesen sind, selten langfristigen Erfolg haben. Der Wegfall der festen Vergütung zwingt Unternehmen dazu, eigene, tragfähige Energiekonzepte zu entwickeln. Das ist keine Hürde, sondern eine Chance für ein langfristig erfolgreiches Geschäft.

Für Gewerbebetriebe bedeutet das neue Marktumfeld, dass sie ihre Rolle ändern müssen. Weg vom passiven Einspeiser, hin zum aktiven Energiemanager. In der Vergangenheit war die Planung simpel: Man baute so groß wie möglich und kassierte für jede Kilowattstunde einen festen Betrag. Heute rücken die Direktabnahme vor Ort, die Optimierung der Verbräuche und die Direktvermarktung zu profitablen Uhrzeiten in den Mittelpunkt.

Ein Unternehmen sollte Solarstrom heute nicht mehr primär als Produkt betrachten, das es verkauft, sondern als Ressource, die es selbst nutzt. Strom aus der eigenen Produktion ist mit Gestehungskosten von drei bis sieben Cent pro Kilowattstunde unschlagbar günstig. Keine andere Energiequelle liefert Strom zu derart niedrigen Preisen. Jede Kilowattstunde, die der Betrieb selbst verbraucht, anstatt sie teuer aus dem Netz einzukaufen, steigert die Rendite der Anlage sofort....

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zuletzt editiert am 25. März 2026