Auf dem ehemaligen Glashüttenareal in Düsseldorf-Gerresheim planen Hines und Vastint 1.600 bis 1.800 Wohnungen.
Ein Joint Venture von Hines und Vastint erwirbt das Glasmacherviertel in Düsseldorf-Gerresheim von LEG Immobilien. Auf dem rund 193.000 Quadratmeter großen ehemaligen Industrieareal wollen die Partner ein überwiegend durch Wohnen geprägtes Quartier mit 1.600 bis 1.800 Wohnungen entwickeln. Ergänzend sind Nahversorgung, Gastronomie, weitere gewerbliche Nutzungen und soziale Infrastruktur vorgesehen.
Hines und LEG hatten bereits Anfang März 2026 eine Kaufoption vereinbart. Am 13. Oktober nahm das Joint Venture das Kaufangebot zu den vereinbarten Konditionen an. Der Kaufpreis bleibt vertraulich und wird in mehreren Teilbeträgen abhängig vom Planungsfortschritt gezahlt.
Das aktuelle Konzept sieht rund 210.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche vor, davon mindestens 80 Prozent für Wohnungen. Neben den ergänzenden Nutzungen sind öffentliche Grünflächen geplant. Die drei historischen Gebäude auf dem Gelände sollen erhalten bleiben.
Bis 2005 wurde das Areal von der Gerresheimer Glashütte industriell genutzt. Nach der Werksschließung und dem weitgehenden Rückbau der Industrieanlagen blieb ein großer Teil des Geländes ungenutzt. Die städtebaulichen Konzepte wurden seither mehrfach überarbeitet. Die Entwicklung soll nun in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Die konkrete Ausgestaltung ist Gegenstand des laufenden Planungs- und Genehmigungsverfahrens.
LEG hatte Areal mit Brack Capital Properties übernommen
LEG hatte das Grundstück Anfang 2025 im Zuge des Mehrheitserwerbs von Brack Capital Properties übernommen. Das Unternehmen hatte frühzeitig angekündigt, das Quartier nicht selbst zu entwickeln, und die Stadt Düsseldorf in die Überlegungen eingebunden. Nach Angaben von LEG leitet die Veräußerung die bislang größte Einzeltransaktion des Unternehmens im laufenden Jahr ein.
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Vastint wurde auf Käuferseite von BNP Paribas Real Estate, steuerlich von PwC und rechtlich von Greenberg Traurig beraten. Für Hines waren JLL, steuerlich Ernst & Young sowie rechtlich Pöllath und Friedrich Graf von Westphalen & Partner tätig.
