Richtfest Grand Central Düsseldorf
Richtfest im Grand Central. (Quelle: Catella Project Management)

Projekte

24. August 2022 | Teilen auf:

Düsseldorf: Am Hauptbahnhof gehts voran

Die Catella Project Management feiert Richtfest für das Projekt "Grand Central" am Düsseldorfer Hauptbahnhof und ruft zum wohnungspolitischen Dialog auf.

Der Wohnungsmarkt in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt ist nach wie vor angespannt. Das ehemalige Postareal am Düsseldorfer Hauptbahnhof, das schon vor Jahren abgerissen wurde, sollte Platz für ein neues Wohnquartier machen und somit auch dringend zusätzlich gebrauchten Wohnraum zur Verfügung stellen. Daraus wurde jedoch erstmal nichts. Ein Teil des Projekts gehört nämlich inziwschen der Adler Real Estate Group, die mittlerweile mit ihrer Consus AG, die das Projekt realisieren sollte, in Schwierigkeiten steckt.

Über 1.000 Wohneinheiten sollten eigentlich auf dem 3,8 Hektar großen Areal entstehen. Immerhin hat Catella mit seinem Teil der Projektentwicklung begonnen und konnte nun Richtfest feiern. 147 preisgebundene Mietwohnungen sollen hier entstehen - pünktlich und ohne Verzögerung im Bauablauf. Das beauftragte Generalunternehmen Nesseler realisiert die 18.700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, die insbeondere Familien ein neues Zuhause liefern soll.

Die Stadt Düsseldorf begrüßt den Baufortschritt und will gleichzeitig mit Nachdruck darauf hinwirken, dass auch die restlichen Flächen endlich bebaut werden und keine weitere Bodenspekulation erfolgt. Klaus Franken, CEO der Catella Project Management ist persönlich mit seiner Familie einer der Eigentümer des Projekts, die auf eine laufende Rendite verzichten werden und den jährlichen Überschuss für ein Sozialbudget zur Verfügung stellen, mit dem künftige Bewohner durch SozialarbeiterInnen betreut werden sollen.

Dieser Lichtblick des Teilprojektes von Grand Central mag aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass weitere 914 Wohnungen für das Quartier bereits 2019 genehmigt wurden, aber von Bauaktivitäten dazu nichts zu sehen ist, wie bei einer ganzen Reihe weiterer Projekte in Düsseldorf und anderswo. Klaus Franken betont, dass man keine pauschalen Urteile fällen sollte und versucht einen positiven Ausblick zu geben: „Die heute für Adler und Consus agierenden Menschen versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Schauen wir nach vorne und versuchen gemeinsam Lösungen umzusetzen“.

Der angespannte Wohnungsmarkt im Ballungsraum Rhein steht ohnehin vor neuen Herausforderungen, die sich aus der grundlegend veränderten Marktsituation ergeben. Wie kann es weitergehen bei Unsicherheiten der Weltlage, Inflation, Zinsen, Gas- und Materialmangel, etc.? Diese und andere Fragen diskutierten heute auf der Baustelle des Grand Central Politiker, Verwaltung, Investoren, Banker, etc. sowie Vertreter der Städte Düsseldorf, Erkrath und Mönchengladbach – jener drei Standorte, an denen Catella aktuell ca. 3.000 neue Wohnungen entwickelt.

zuletzt editiert am 12.09.2022