Visualisierung des Projekts (Bild: KSG Kister Scheithauer Gross Architekten und Stadtplaner GmbH)
Visualisierung des Projekts (Bild: KSG Kister Scheithauer Gross Architekten und Stadtplaner GmbH)

Projekte

27. September 2021 | Teilen auf:

Düsseldorf: Bezahlbarer Wohnraum in Oberbilk geplant

Die Landmarken AG entwickelt mit dem Projekt "Leben am Sonnenpark" 218 Wohnungen plus Gewerbeflächen im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk.

Der Projektentwickler aus Aachen hat ein Grundstück der Stadt Düsseldorf im Stadtteil Oberbilk zur Bebauung erworben. Die rund 6.300 Quadratmeter große Fläche liegt an der Kölner Straße in Richtung Sonnenpark und wurde bereits übergeben. Geplant ist die Entwicklung einer Wohnnutzung mit Gewerbeeinheiten zur Nahversorgung und Gastronomie für das ganze Quartier. Mehr als 50 Prozent des Wohnraums wird öffentlich gefördert sein.  

„Neben bezahlbarem Wohnraum in sehr guter Qualität wollen wir auch einen Mehrwert für den ganzen Stadtteil schaffen“, sagt der zuständige Unitleiter der Landmarken AG, Arthur Kochel, der selbst Düsseldorfer ist. So soll vor allem das Erdgeschoss mit einem Discounter zur Nahversorgung und einer Bäckerei mit Außengastronomie für Belebung sorgen, derweil das Wohnraumkonzept verschiedene Zielgruppen berücksichtigt. Neben Wohnungen für Familien werden auch Apartments für Studierende und Auszubildende entstehen, außerdem sieben Atelierwohnungen für Künstlerinnen und Künstler. „Diese sind so konzipiert, dass die Integration einer Galerie innerhalb der Einheiten möglich ist. In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Düsseldorf soll hier ein Zentrum für Kreativität entstehen“, so Kochel weiter. Eine Großtagespflege zur Betreuung von Kindern gehört ebenfalls zum Konzept.

Im Rahmen eines qualitätssichernden Verfahrens hatte Landmarken einen zweistufigen Architektenwettbewerb ausgerichtet, den das Büro KSG Kister Scheithauer Gross Architekten mit einem Entwurf gewinnen konnte, der sich belebend in die städtebaulichen Strukturen des Umfelds einfügt. Der ausgewählte Beitrag wusste auch bei der Stadt Düsseldorf zu gefallen. Er sei innovativ und biete Raum für gutes Wohnen, urteilte Cornelia Zuschke. Die Planungsdezernentin der Landeshauptstadt lobte den „urbanen Mix und die Offenheit trotz der Dichte sowie die gut vernetzte Freiraumqualität, auch zum Sonnenpark hin“.

Auf rund 11.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen insgesamt 218 Wohnungen mit 49 Prozent freifinanziertem und 51 Prozent gefördertem Wohnraum. Alle Wohnungen sind barrierefrei geplant. Die Verkaufsfläche der Gewerbeeinheiten beträgt insgesamt rund 2.000 Quadratmeter. Geplant sind insgesamt vier Etagen plus Staffelgeschoss, eine Tiefgarage ist ebenfalls vorgesehen. Das Ensemble, das auch einen grünen Innenhof umfasst, spricht viele Nutzergruppen an und setzt auf ein harmonisches Zusammenleben von unterschiedlichen Generationen und Einkommensgruppen. Der Bauantrag soll noch in diesem Jahr eingereicht werden.